Mittwoch, 14. September 2016
Kunstsommer 2016: Überblick ∣ 2016年艺术之夏:概述


Was ein Sommer! Zwei Monate war ich in Deutschland und davon über drei Wochen in den und ein wenig über die Grenzen hinaus unterwegs. Die Route ging über Köln nach Basel, über St. Urban nach Zürich, über Stuttgart nach München, nach Wien, weiter über Prag und Dresden nach Berlin und zurück nach Hamburg. Knapp 3.000 km sind wir gefahren – zumindest hier noch mit offenen Grenzen.

Seit ich das letzte Mal länger, im Winter 2014/15, in Deutschland war, damals den Wartezustand beendet vorfand, wollte ich sehen, wie die aktuelle Situation nach dem Flüchtlingsbeginn im September 2015 nun vor Ort aussieht.

Dann überschlugen sich die Ereignisse. So viel ist diesen Sommer passiert: Aufatmen beim Volksentscheid für oder gegen Ausländer in der Schweiz, alles andere wäre Wahnsinn gewesen, aber was ein Wahn, dass es überhaupt zur Debatte stand. Dann gerade noch allen Befürchtungen zum Trotz voller Respekt für Österreich, die ihrem gesellschaftlichen Rechtsruck eine politische Watsche verpassten, hat man sich dort anschließend doch zu Neuwahlen hinreißen lassen, es folgt erneutes Zittern und Hoffen auf ausreichend Klebstoff bis Dezember. Achja, Neuwahlen, was geht eigentlich in Spanien? Dazu dann bald Wahlen in Amerika mit großem Brimborium seit einem guten Jahr, Wahlen in Deutschland sind inzwischen im Gange. Dieses gesamtwestliche Rechtsdriften, konservativ reicht nicht mehr aus – bis wohin ist Realität im Spiel, ab wann beginnt die Manipulation mit Phantomangst oder ist es gar ein wenig Selbstveropferung? Irgendwo habe ich auch von der Sehnsucht nach Angst gelesen. Schon geistern selbsternannte, mit Kabelbindern und Messern bewaffnete Milizen auf der Suche nach Flüchtlinge durch Rumäniens Grenzwälder. Hinzu kam der Schock vom unvorstellbaren Brexit, der Wahl der Alten mit ihren nostalgischen Common Wealth-Vorstellungen, oder muss man sich nun, etliche Wochen später, fast fragen, ob das vielleicht doch nicht ganz so dumm war? Obwohl Wirtschaft mir als Grund nicht gelten kann … Dann die Anschläge in Frankreich, und auch Deutschland bekam es ab. Terror, Anschläge, Amokläufe. Wobei in München eine Ruhe im Sturm zu herrschen schien, ein in Reaktion schneller, wohlorganisierter Umgang, Jens nannte es Lernen von Frankreich. Was allerdings auch nicht half, dass großteils wunderlich unsinnige Diskurse aufflammten mit Schlagworten wie Darknet, Militär im Lande, Burkaverbot, Obergrenze, Lebensmittel hamstern. Verlieren im Kleinklein, statt sich den eigentlichen Problemen zu stellen oder erst einmal zu fragen, was diese sind? Und dann, dann kam das Riesenei, dann kam der Putsch in der Türkei mit Erdogans anschließender, täglich sich übertrumpfender Säuberungswelle, die bis dato anhält.

Derweil wir während all dieser Meldungen durch die vom Sommerlicht warm und einladend leuchtenden Städte zogen, um uns ihre Kunst anzusehen. Ich habe natürlich fleißig fotografiert und mich zur Unterteilung der Masse für einzelne Posts der jeweiligen Städte entschieden. Zur Besichtigung entweder einfach den Thread auf der Hauptseite hinunter oder hier die einzelnen Stationen entlang:

Basel 巴塞尔: Köln, Art Basel, Parcours, Liste
Zürich 苏黎世: St. Urban, Manifesta
München 慕尼黑: Schloss Solitude, Haus der Kunst, Hypo Vereinsbank, Lenbachhaus, Pinakothek der Moderne, Galerien
Wien 维也纳: Donauinselstreifen und Altstadt, Anna Hofbauer
Prag 布拉格: Altstadt, Stadt, Museum Kampa
Dresden 德累斯顿: Altstadt, Stadt, Albertinum, Blaue Brücke
Berlin 柏林: Galerien


Tags für diesen Beitrag 这本文章的标签: Reise 专程, Unterwegs 路上, Ausstellungen 展览, Gegenwart 当代, Vergangenes 古代, Politik 政治

... link (0 Kommentare)   ... comment


Dienstag, 13. September 2016
Kunstsommer 2016: Basel ∣ 2016年艺术之夏:巴塞尔
Köln 科隆

Zunächst kurz über Köln. Im Museum Ludwig lief Fernand Léger: Malerei im Raum. Fotografieren nicht gestattet.

Dafür geht es mit Lisa durch die Gegend. Dabei erzählt sie von dem Flüchtlingsthema, dass sich Institutionen gerade allerorts auf die Fahnen schreiben, für das sie ausschreiben. Wir sprechen über thematische Vorgaben, bei denen man sich häufig nicht gegen den Impuls wehren kann, dass die Institutionen dem Weltgeschehen hinterherhinken. Es ist ja richtig, sie wollen und sollen gesellschaftsrelevant, im besten Fall -prägend sein, wenn es nur nicht häufig so gezwungen rüberkäme. Oder halt einfach zu riesig, zu groß, stets dreh- und auf vieles anwendbar, mal ist es Umwelt, dann die Digitalität, jetzt heißt es Flüchtlinge. Ist das Offenheit? Es bleibt ein schales Gefühl der Planlosigkeit. Und doch brauchen wir ja theoretische, intellektuelle, künstlerische Auseinandersetzung, etwa bei den Themen Grenzen, Werte, wer sind wir, was bedeutet divers, man bastle einen definitorischen Handapparat. Natürlich sind dann immer gleich die Schimpfer zur Stelle, das könne man nicht, jaja, aber Flüchtlinge? Wo bleiben überhaupt die Thinktanks? Schon bzw. aktuell wieder seit 2009 warten wir auf Vorschläge zu neuen Gesellschaftsmodellen. Sitzt da wirklich keiner dran? Kann doch nicht sein. Muss man das jetzt selbst machen? Vielleicht ist es sogar besser, wenn man keine Ahnung von Ökonomie hat …


Das New Talents HQ. Hier gehts übrigens zum Katalog: New Talents 2016, von mir dort (bei Erwerb) Texte zu Hu Weiyi 胡为一 und Wang Man 王满.





Abends ein Vortrag vom KAP Forum zur nachhaltigen und ganzheitlichen Stadtentwicklung: Kopenhagen und der neu erschlossene Nordhafen. Die anberaumte Diversität bleibt leider noch theoretisch, Immobilienhaie reiben sich die Hände. Immerhin ist öffentliche Naherholung mit Grünflächen und Wassernähe eingeplant, schade nur, dass kulturelle Einrichtungen dabei doch immer zu kurz kommen.


Mit Rune Boserup Jacobsen, Cobe Architecture, und Martin Rendel, Moderation.


Basel 巴塞尔



Man ist in Europa unterwegs, um Einrichtungen wie die Fondation Beyeler zu sehen. Da können einem wirklich die Sinne übergehen und das Herz beim Gedanken an China schwer werden. Vorteil in China ist allerdings, dass man eigentlich überall (im Kunstbereich) fotografieren darf, hier aus unerfindlichen Gründen nur mit dem Handy. Das mache ich nicht, war mir ausnahmsweise aber egal, großartig waren Calder & Fischli/Weiss.



Weiter geht es den Rhein hinunter. An dem ich unten beim Schreiben dieser Zeilen sitze und aufs Wasser starre, die Notizen: Calder und Fischli/ Weiss waren super. Die Sprüche und Fragefragmente. Fängt das Wasser meinen Blick? Wie lange kann ich hineinsehen, bis mir schlecht wird? Es fließt irrsinnig schnell. Gestern noch über den Rhein in Köln. Über mir jetzt bewegen sich nuschelnde Stimmen, ich esse ein Stück Bitterschokolade, die ich gestern für Kleingeldtausch zur Parkuhrfüllung gezwungen war zu kaufen. Sie hinterlässt keinen Missmut deswegen, war nur 20 Frankencent teurer als die sonst zur Auswahl aufgereihten, ohje, all die Schönheit in dieser Stadt, und dennoch solche Postkarten. Heute muss ich noch erneut irgendwie Kleingeld sammeln. Natur – ist hier in der Kunst nicht so Thema wie in China, wie auch bei mir. Der Mann links neben mir eine Bank weiter verlässt mich. Ich höre ihn grußlos die Treppe hochstapfen. Gleich eins, gleich gehts weiter. Ein Kippchen geht noch. Mir gefällts grad hier. Fünf Museen braucht man doch nicht pro Tag. Die Leichtig… Jetzt hat mich fast eine Bootswelle erwischt. …keit von Calder beeindruckt mich. Gegenüber der Mann am anderen Ufer mit ausgebreiteten Armen ist ebenfalls verschwunden. Kommt da gleich noch eine Welle oder darf ich absetzen? Von der Bank, nicht aus der Luft. Darf man in der Schweiz überhaupt die Schuhe auf einer öffentlichen Bank abstellen? Zwei Kanus paddeln gegen den Strom vorbei. Es regnet wieder. Es läutet aus drei Kirchen eins. Ich gehe dann weiter.


Art Basel

Unlimited:


Hans Op de Beeck: The Collector's House. 2016. Marianne Boesky, New York, u.a.


Ebd.


Vlassis Caniaris: In Praise. 1993. Peter Kilchmann, Zürich.


Mike Kelley: Reconstructed History. 1989. Skarstedt, New York.


Anish Kapoor: Dragon. 1992. Gladstone, New York, u.a.


Wolfgang Tillmans: New York Installation PCR, 525. 2015. David Zwirner, New York.


Pope.L: Circa. 2015. Mitchell-Innes and Nash, New York.


Alicja Kwade: Out of Ousia. 2016. 303 Gallery, New York, u.a.


Gilberto Zorio: Microfoni. 1968. Lia Rumma, Mailand.


Robert Groscenor: Untitled (Yellow). 1966/ 2016. Paula Cooper, New York, u.a.


Und was brachten die Chinesen bzw. ihre Vertreter so?

Natürlich …

Ai Weiwei: White House. 2015. neugerriemschneider, Berlin.

Natürlich …

Ding Yi. O.A.

Dann eine trendbewusste Zusammenstellung von Verzweigungen, wie auch in den WeChat-Moments Anfang des Jahres häufig gepostet …

Birdhead: Welcome to Birdhead World Again, Passions Bloom Ambitions from Vagina –23. 2016. ShanghArt, Shanghai.


Cheng Ran: In Course of the Miraculous. 2015. Urs Meile, Luzern.

Leute ansehen. Dafür ist bestimmt die ganze Schweiz gut. Aber auf der Art Basel und bei den Museen kommt es noch einmal zu einem besonders spannenden Konglomerat. Zeiten des Wartens sind also nicht verschwendet. Doch sind etliche schon morgens mit angestrengtem Kunstblick unterwegs, vielleicht sind es nur der Regen und die Kälte. Viele laufen hier mit kleinen Koffern herum. Bestimmt sind sie voller Geld, mutmaße ich; bestimmt sind sie voller Kreditkarten, entgegnet Xinjun.

Aussteller:


Inge Mann. Kadel Willborn, Düsseldorf.


Jaume Plensa: White Forest (Duna). 2015. Galerie Lelong.


Helen Frankenthaler: Thanksgiving Day. 1973. Bernard Jacobson Gallery.


Sigmar Polke: The Young Acrobat. 2002.


Bethan Huws: Knowledge and Though. 2009–2016. Galerie Tschudi, Zuoz.


Henry Wessel: Early Night Works. Series, 1968–70. Galerie Thomas Zander.


Anthony McCall: Miniature in Black and White. 1972. Galerie Thomas Zander.


Matt Saunders: Ilsted (Annie) #2. 2015. Borch.


Jungjin Lee. Howard Greenberg Gallery.


Ebd.


Piero Manzoni: Achrome. 1958–60. Tega.


Juan Genovés: Platearium. Detail, 2015. Hopkins, Paris.


Adrian Piper: Everything #2.12a. 2003. Dominique Lévy, New York et al.


John Wood and Paul Harrison: Crowd. 2016. Von Bartha.


Ger van Elk. Grimm, Amsterdam.


Ebd.


Heinz Mack: Untitled. 1959–60. Galerie Thomas, München.


Jean-Michel Basquiat: Year of the Boar. 1983. Van de Weghe Fine Art.


Wang Yancheng: Untitled 1. 2016. Acquavella.


Per Kirkeby: Untitled. 2016. Galerie Sabine Knust.


Steve McQueen: Remember Me. 2016. Marian Goodman Gallery.


Richard Misrach: Wall, Near Los Indios, Texas. 2015. Pace/ MacGill Gallery.


Art Basel: Parcours

Der Outdoor-Happening-Schnitzeljagd-Charakter war etwas zu gewollt, denn dafür war das Ganze zu gut organisiert, zu sehr mit Scharen von Helferlein bestückt, unmöglich, auch nur eine Station zu verpassen. Dennoch war mir dieses Draußen lieber als die Messehallen.


Iván Navarro: Traffic. 2015. Templon.


Daniel Gustav Crámer: Coasts. 2016. Sies and Höke.


Alberto Garutti, The dog shown here. 2009. Buchmann Galerie.


Ebd.


Tracey Rose: False Flag – A Deed in 2 Acts: Mandela Ball #8, MaterPater. 2016. Goodman Gallery.


Bernar Venet: Effondrement:Arcs. 2016. Von Bartha.


Virginia Overton: Untitled (Hi Lux). 2016. White Cube.


Alfredo Jaar: The Gift. 2016. Goodman Gallery u.a.


O.A.


Michael Wang: Figure Fragment from the Basler Münster. Before 1185. Foxy Production.


Ilya and Emilia Kabakov: Toilet on the River. 1996–2016.


Eva Kot'átková: Cutting the Puppeteer's Strings with Paper Teeth (Brief History of Daydreaming and String Control). 2016. Meyer Riegger.


Hans Josephson: Untitled (Half-Figures, Standing and Reclining Figures). 1951–2006. Hauser und Wirth.


Ebd.


Sam Durant: Labyrinth. 2015. Blum and Poe u.a.


Ebd., Detail.


Andrew Dadson: Black Plant Sunset. 2016. Franco Noero u.a.


Lawrence Weiner: Mein Haus ist dein Haus, dein Haus ist mein Haus, wenn du … 2014.
Ziemlich bescheiden – auf mich wirkt es, als würde er seinen Schiss in das Haus eines anderen bzw. ins Hirn der Besucher setzen, nicht wie seine hier umgekehrt beschriebene Fallannahme.

Besser draußen dieses:

Ernst Coghuf: Le chant de l'occident. 1944.


Allan McCollum: The Shapes Project – Shapes Spinoffs. 2005–2016. Thomas Schulte.


Michael Dean: ffff. 2016. Supportico Lopez u.a.


Tabor Robak: Skypad. 2016. Team u.a.


Art Basel: Liste

Nach den etablierten Galerien in den Messehallen und dem Wildwuchs in der Stadt, hier die junge Kunst in Boxen. Gutes Gebäude.




Ben Burgis and Ksenia Pedan: Scripture. 2015.


Liz Craft. Truth and Consequences, Genf.


Estefanía Peñafiel Loaiza: An Air of Welcome. Serie, 2013–15.


Bon appétit! KOW, Berlin.


Erkka Nissinen. Ellen de Bruijne Projects, Amsterdam.


Anna Hulačová: Otto. 2015. Hunt Kastner, Prag.


Anna Hulačová: Monkey. 2014. Hunt Kastner, Prag.


Camille Blatrix. Balice Hertling, Paris.


Joanna Piotrowska: Untitled. 2016. Dawid Radziszewski Gallery.


Adan Vallecillo. 80m2 galeria, Lima.


Rafał Bujnowski. Rastor.


?, Wien.


Yuri Pattison: Dust, Scraper, Fan 1.1 (Logistics, Working Title). 2015–6. Mother's Tankstation, Dublin.


Adelita Husni-Bey: White Paper – The Land. 2014.


Doa Aly: Until the Great World Speaks of Nothing Else.


Muzlon de Azambuja.


Ernesto Sartori: Rythmique ambiante. 2014. Marcelle Alix, Paris.


Gerda Scheepers: Sitting White. 2016.


Shana Moulton.


Edgardo Aragón: Verde militar. Serie, 2014–5. Mor Charpentier.


Enzo Mianes: Objet tranché (Gaz Bottle). 2016.


Li Ming: Me/We. Antenna Space.


Ebd.


Riccardo Beretta: Tre Crocifissi. 2016.


Steve Bishop: Chutchie (Small Business Loan). 2016. Carlos and Ishikawa.


Kris Lemsalu: Genetic Misunderstanding. 2016.


Tobias Kaspar: Glacial. 2016.


Camilla Wills: New-Born on a Tram. 2016. Gaudel de Stampa, Paris.


Dr. Kuckucks Labrador. Kaskadenkondensator, Basel.


Nicola Gobbetto: Dionisio. 2016. Galleria Fonti Napoli.


Giulia Piscitelli: Pietà di Giotto. 2016. Galleria Fonti Napoli.


Brendan Fowler: Flannery. 2016. Mathew Gallery, Berlin.


Nathan Zeidman. High Art, Paris.


Luca Dellaverson: Untitled. 2015.


You Can Hammer Yourself. 2011.


Photographer – Bodybuilder. 2014.


Kaya. Deborah Schamoni, München.


Yuji Agematsu: Zip. 2012. Real Fine Arts, New York.





Valery Heussler: Der Auftrag – Brot teilen. 2000.


Und sonst so in Basel?



















Die Luft ist so frisch, so rein. Man möchte aus all diesen Springbrunnen hier trinken.








Den hier habe ich allerdings aus Zürich herübergestohlen.

Und noch eine kleine Anekdote:



Katharina erzählte, dass es in der Schweiz Ende letzten Jahres eine öffentliche Aufforderung zur Flüchtlingshilfe gab. Sie schrieb gleich eine Mail mit ihrer Bereitschaft an die gegebene Adresse und erhielt monatelang keine Rückmeldung. Dann, endlich: Man hätte für sie einen italienischen Jungen gefunden, der Nachhilfe bräuchte.


Siehe im Zuge dieses Beitrags auch 关于这个话题也看: Kunstsommer 2016: Überblick ∣ 2016年艺术之夏:概述

Tags für diesen Beitrag 这本文章的标签: Reise 专程, Unterwegs 路上, Ausstellungen 展览, Gegenwart 当代, Vergangenes 古代, Bildende Kunst 美术, Malerei 绘画, Multimedia 多媒体, Fotografie 摄影

... link (0 Kommentare)   ... comment


Montag, 12. September 2016
Kunstsommer 2016: Zürich ∣ 2016年艺术之夏:苏黎世
St. Urban

Über das Kloster St. Urban sind wir gefahren, um Alexandras kuratorisches Werk zu besichtigen: The Crocodile in the Pond mit 11 ShanghArt-Künstlern.




Han Feng 韩锋: Bird. 2012.


Ebd.: Whirlpool. 2015.


Chen Xiaoyun 陈晓云: The Bitterest Sugar Melting in Front of Your Eyes. 2014.


Han Feng 韩锋: Bird. 2013.


Xu Zhen/ MadeIn 徐震—没顶公司出品: Focus. 2011.


O.A.


Shi Yong 施勇 u.a.


Lu Lei 陆垒: Humane Prescription. 2014.

Dann führte uns Alexandra noch durch ihre mondänen momentanen Gemäuer in die Bibliothek und auf die Kirchenempore.




Affen dürfen dieses Jahr zu jeder angetroffenen Gelegenheit abgelichtet und gepostet werden.



Äußerstes Unwohlsein überkam uns schließlich aber bei dieser Garteninstallation, was auch immer das Kloster für einen Deal mit dem Staatskünstler laufen hat – hat nichts mit ShanghArt zu schaffen, konnte leider nur auch nicht abgewendet werden.


Zeng Chenggang: The Prophets. 2012.


Zürich 苏黎世

Über idyllische Landstraßen schlängelten wir uns Anhöhen hinauf und hinab, durch Felder und Wälder, Ma Ke entfuhr ständig und die ganze Reise hinüber ein Ach, deshalb malen die hier so, und bezog sich damit nicht nur auf die alten Meister.

Dann landeten wir auf der Manifesta 11 in Zürich, Motto: What People Do For Money. Neben öffentlich zugänglicher Kunst im Stadtraum, musste man für Eintrittsgelder erst einmal ordentlich in die Tasche greifen.



So viel Gutes hörte man von diesem Pavillon auf dem Zürcher See. Wir sahen ihn am Ende des Tages und beließen es beim Blick von weitem, setzten uns lieber vor unserer Weiterreise in ein Café und tranken getreu dem Motto der Manifesta jeder für 15 Franken eine Cola. Aber der Reihe nach, zunächst ging es ins Löwenbräu Areal:



Durch das gesamte Gebäude zogen sich diese Wandmalereien von
Pablo Helguera: Artoons. 2008–2016.








"I am at some weird Swedish gallery. Did you find the cheese?"





Martin Liebscher: Schwimmbad. 2010. Martin Asbaek Gallery.


Oscar Bony: The Working Class Family. 1968/ 1999. Carola Bony, Argentinien.


Anon: Tagesschau SRF, Lachanfall Merz wegen Fleisch-Anfrage, 20.9.2010. 2010. SRG SSR.


Mike Bouchet: The Zurich Load. 2016. ERZ Zürich u.a.


Ebd., Detail von "80.000kg human sludge", was ist das, menschlicher Schlick?, Extremitäten? So roch es auf jeden Fall. Überzeugen mochte die Entwarnung an der luftverriegelten Außentür nicht: "Die leichten Geruchsemissionen sind Teil des künstlerischen Konzeptes und ungefährlich."


Cécile B. Evans: Sun Adjacent. 2016. Barbara Seiler, Zürich.


Ebd., erneut ekliges Detail, dieses Mal wenigstens nicht menschlich, sondern verrottende Festplatten.


Torbjørn Rødland: Matthew Merk Luke John and Other Photographs. 2016. Galerie Eva Presenhuber.


Ebd.


Ebd.


Georgia Sagri: Documentary of Behaviorial Currencies. 2016.


Giovanna Olmos: Giovanna Olmos with iPhone 5c. 2015.


The Big Heat Brigade and Megan Marlatt: The Critics at Large – Hans Ulrich Obrist, Roberta Smith, Jerry Saltz. 2014–5.


Mario García Torres: The Day Mankind Faded Away. OJ. Jan Mot, Brüssel, u.a.


Simon Denny: Zug Blockchain Startup Case Mod – Ethereum. 2016. Galerie Buchholz, Köln u.a.


Ebd., Detail.


Trisha Baga: i-Mac G3. 2015. Greene Naftali, New York, u.a.


Carles Congost: Simply the Best. 2016. AC/E Acción Cultural Española, Madrid, u.a.


Andrea Éva Gyõri: Masturbation Portraits. 2016.


Fatima Al Qadiri and Khalid Al Gharaballi: Mendeel Um A7med (N x l x S x M). 2012.


Sonia Victoria Vera Bohórques: Incisión. 2016.


Wir wanderten noch ein wenig durch die Gegend, sahen mal dies, mal das. Die Löwenbräukunst war schon die richtige Wahl, hier ein paar weitere Ausläufer.


Rina Heritsialonina: Vultures Canyon. 2016. LAZ, Zürich.


Evgeny Antufiev: Eternal Garden. 2015–6. V-A-C Foundation, Moskau.


Yoshua Okón: Oríllese a la Orilla. 1999–2000.


Noch eine Randnotiz zu Zebrastreifen in der Schweiz. Alle gehen und radeln jederzeit über die Straßen. Ab 8 Uhr abends sind dazu noch viele Ampeln aus. Hätte am ersten Tag in Basel fast ein Fahrrad – ein Velo – umgenietet. Bin etwas verwirrt vom Verkehr und war stets beruhigt, das Auto abstellen zu können. Zu Fuß hat Vorrang. Mir ist es unangenehm, Autos bremsen zu sehen, nur weil ich über die Straße möchte. Welches ist die verquere Welt? Beides Extreme, Schweiz und China. Deutschland ist ja auch ordentlich durchgeregelt. Mittelmaß?


Siehe im Zuge dieses Beitrags auch 关于这个话题也看: Kunstsommer 2016: Überblick ∣ 2016年艺术之夏:概述

Tags für diesen Beitrag 这本文章的标签: Reise 专程, Unterwegs 路上, Ausstellungen 展览, Gegenwart 当代, Bildende Kunst 美术, Multimedia 多媒体, Fotografie 摄影

... link (0 Kommentare)   ... comment


Sonntag, 11. September 2016
Kunstsommer 2016: München ∣ 2016年艺术之夏:慕尼黑
Stuttgart 斯图加特

Über Schloss Solitude bei Stuttgart kurz zum Ausruhen.






Und weiter nach …

München 慕尼黑

Deutschland habe ich seit zehn Jahren nicht im Juni erlebt, mein Hauptgedanke beim Durchfahren: Deutschland steht im vollen Saft. In München war ich sogar seit knapp zwanzig Jahren nicht, das Licht hier, was eine Sommerstadt. Und es gibt erschreckend viel aufzuholen, entsprechend lang der Post. Zunächst die Museen.

Haus der Kunst

Laure Prouvost: Der Öffentlichkeit. So gut.


"We Heard Every Footstep You Took"

Wenn man schon mal in München ist, kann man auch gleich in Paris sein: Zeitgenössische Kunst aus dem Centre Pompidou.


Annette Messager: My Vows. 1989.


Chen Zhen: Round Table. 1995.


Zhang Huan: Family Tree. 2000. Was fleißige Besucher dieses Blogs schon aus der Ausstellung Secret Signs in Hamburg kennen.


Christian Boltanski: Les archives de Christian Boltanske 1965–1988. 1989.


Rabih Mroué: Blow Ups. Serie, 2012.


Kendell Geers: T.W. (I.N.R.I). 1994.


Anne-Marie Schneider: Untitled (Erased Body). 2002.


Ebd., l.: Untitled (Obese); r: Untitled (Simian). 2002.


Gabriel Orozco: La D.S. 1993.


Ebd.: Chair with Liana. 1990.


Fernanda Gomes: Untitled. 2012.


Tobias Putrih: Times. 2011.


Tobias Rehberger: Outsider and Large Stream 30.04.02–11.08.02. 2003.


Robert Longo: Men in the Cities. 1981–99.


Mircea Cantor: Itching Pocket. 2007.


Danh Võ: Sea of Fertility (After Mishima). 2009.


Petrit Halilaj: It Is the First Time Dear That You Have a Human Shape (Spider). 2012.


Mladen Stilinović: The Exploitation of the Dead. 1984–90.


Wilfredo Prieto: Avalanche. 2003.


Thomas Hirschhorn: Outgrowth. 2005.


Ebd., Detail.


Erik Boulatov: Spring in a Recreation Home for Workers. 1988.

Im Oberstock noch Videoarbeiten:


Joao Maria Gusmao: Wave. 2011. Martin Season. 2016.


Hypo Vereinsbank

Joaquín Sorolla (1863–1923). Der Meister des Lichts!


Sad Inheritance. Detail, 1899.


Return from Fishing. Detail, 1894.


San Sebastián. 1917–8. Woman by the Sea. 1910. San Sebastián. 1917–8.


Clotilde at the Beach. 1904.


A Grey Day at the Beach of Valencia. 1901.


Fisherman from Valencia. Ca. 1903.


End of a Working Day, Jávea. 1900.


White Boat, Jávea. 1905.


Mother. 1895–1900.


Antonio García in his Laboratory. 1908.


Maía at the Beach in Biarritz, Backlight. 1906.


The River Nalón, Asturias. 1904.


People from La Mancha. 1912.




Lenbachhaus




Hunting Scenes. Southern Germany (?), ca. 1800.


St. Joseph with the Infant Jesus. Germany, late 19th century.


Wassily Kandinsky: Kochel – Schlehdorf. 1902.


Gabriele Münter: Avenue in the Park of St. Cloud. 1906.


Alfred Kubin: Intruders. Ca. 1902–3.


Wassily Kandinsky: Riders of the Apocalypse I. 1911.


Alfred Kubin: Encounter. Ca. 1911.


Alexej Jawlensky: Summer Evening in Murnau. Ca. 1908–9.


Wassily Kandinsky: Railroad at Murnau. 1909.


Ebd.: Mountain. 1909.


Marianne von Werefkin: Self Portrait I. Ca. 1910.


Alexander Kanoldt: Stone Desert. 1910.


Paul Klee: Destroyed Place. 1920.


Rudolf Belling: Sculpture 23. 1923.


Robert Delaunay: Circular Forms, Moon No. 1. 1913.


Paul Klee: Anatomical Venus. 1933.


Wassily Kandinsky: Improvisation 19. 1911.


Richard Riemerscmid: Evening Sky. 1893.


Wassily Kandinsky: In the Forest. 1904.


Alexej Jawlensky: Portrait of the Dancer Alexander Sacharoff. 1909.


Gabriele Münter: Reflecting. 1917.


Franz Marc: Blue Horse I. 1911.


Franz Marc: The Little Monkey. 1912.


Ebd.: The Panther. 1908.


Asger Jorn: So Much Talk. 1968.


Ebd.: Modification, Two Penguins. 1962.


Jacqueline de Jong: After the Rain. OJ.


Uwe Lausen: An Image. 1964.


Heimrad Prem: With the Eye of the Botanist. Early 1960th.


Ruprecht Geiger: Rotbild. 1961.


Hansjörg Dobliar: Wah Wah. 2005–6.


Klaus Auderer: MC Suicide Unlimited – Speedrikscha. Project, 2008–11.


Karin Sander: Mailed Painting, div. 2010–4.


Heinz Butz: OT. 1968–9.


Isa Genzken: X-Rays. 1991.


Ebd.: Wega. 1985.


Annette Kelm: OA.


Hans-Peter Feldmann: Laden. Div., 1975–2015.


Joseph Beuys: Vor dem Aufbruch aus Lager I. 1970–80.


Ebd.: Schaf. 1949.


Maria Eichhorn: Squirrel Cage. 2014.


Erwin Wurm: Untitled. 2008.


Benjamin Bergmann: Twist and Shout. 2013. Der zweite Mops in München, s. 1. Bild vom Haus der Kunst.


Judith Hopf: Untitled (Sheep). 2013.

Dann, etwas bedenklich ganz hinten und noch den Keller hinunter abgestellt, Rochelle Feinstein: I Made A Terrible Mistake.


Find Your Own Damn Voice. 1994.


Deeper, Deeper. 2003.


Gnorf. 2002.


Hans Jörg Schuster (1910–1973): Die Vertreibung aus dem Paradies. 1937.


Flag. 1993.


Video. 2006.

Draußen im Garten:




Max Ernst: Der Assistent. Der Frosch. Die Schildkröte. 1967/74.


Pinakothek der Moderne


Joseph Beuys: Das Ende des 20. Jahrhunderts. 1983.


Asger Jorn und Heimrad Pred: Lockung. 1960.


Antonio Saura: Crucifixión. 1959.


Alberto Burri: Grande Plastica. 1963.


Ebd., Detail.


Alberto Burri: Grande sacco. 1958.


Georg Baselitz: Zwei Meißener Waldarbeiter. 1967.


Ebd.: Orangenesser IV. 1981.


Ebd.: Bildsechzehn. 1993.


Edmund Steppes: Heimkehr der Hirten. 1938.


Karl Kunz: Augsburger Bombennacht (Im Keller). 1945.


Karl Hofer: Mann vor Spiegel. 1943.


Paul Klee: Grenzen des Verstandes. 1927.


Lyonel Feininger: Markthalle von Halle. 1930.


Paul Klee: Wachstum der Nachtpflanzen. 1922.


Ebd.: Das Licht und Etliches. 1931.


Ebd.: Pastor Kohl. 1932.


Max Ernst: Die Windsbraut II. 1927.


Ebd.: Hochovales Bild (Ruinen). Ca. 1922.


Giorgio de Chirico: Die beunruhigenden Musen. 1917.


Max Ernst: Der Vogelmensch. 1919–20.


Ebd.: Der Hausengel. 1937.


Ebd.: Totem und Tabu. 1941.


Franz Marc: Postkarten an Else Lasker-Schüler – Affen. 13. April 1913.


Aenne Biermann: Rails. 1931–2.


Albert Renger-Patzsch: Sapling. 1929.


Helmut Kolle: Bildnis Edmond. 1925.


Max Beckmann: Mann im Dunkeln. 1934.


Ebd.: Selbstbildnis in Schwarz. 1944.


Pablo Picasso: Frau. 1930.


Ebd.: Sitzende Frau (Dora Maar). 1941.


Henri Laurens: Der Herbst. 1948.


Pablo Picasso: Madame Soler. 1903.


Alexander Archipenko: Boxende. 1914.


Raymond Duchamp-Villon: Bildnis Professor Gosset. 1917.


Fernand Léger: Landschaft Nr. 2. 1913.


Wilhelm Lehmbruck: Der Gestürzte. 1915–6.


Ebd.: Büste des Emporsteigenden Jünglings. 1913–4.


Ludwig Meidner: Der Selbstmörder. 1912.


Oskar Kokoschka: Die Auswanderer. 1916–7.


Rudolf Belling: Dreiklang. 1919.


Alexej von Jawlensky: Großer Frauenkopf auf Rot. 1913.


Ernst Ludwig Kirchner: Wettertannen. 1919.


Ebd.: Erna mit Zigarette. 1915.


Karl Schmidt-Rottluff: Parkecke. Ca. 1910.


Anselm Kiefer: Nero malt. Detail, 1974.


Joseph Beuys: Rückenstütze eines feingliedrigen Menschen (Hasentypus) aus dem 20. Jh. Vorne, 1972.


Franz Kline: 1960 New Year Wall, Night. 1960.


Willem de Kooning: Detour. 1958.


Donald Judd: Untitled (16 Unit Wall-Boxes). 1978


Ebd., Detail.


Sigmar Polke: Tibersprung I. 1971.


Ebd.: Vitrinenstück. 1966.


Ebd.: Tuch I zu Tibersprung. 1969.


Joachim Brohm: Berlin. Serie, 1990–1.


Ebd.


Robert Adams: From the Missouri West. Serie, 1975–8.


Andy Warhol: Self-Portrait. 1966.


Jochen Klein: OT. 1997.


Amelie von Wulffen: OT. 2011.


Henrik Olesen: Nach Magnus Hirschfeld. 2008.








Villa Stuck




Fotografien der Villa Stuck von August Lorenz mit Überzeichnungen Franz von Stucks, um 1989.


Ebd.


Franz von Stuck: Selbstbildnis. 1899.


Ebd.: Dissonanz. 1910.


Ebd.: Blasender Faun. 1914.


Dann endlich, nach all den Messen, nach drei Tagen Museen in München – muss sein, natürlich, ist ja auch super, dennoch, Beuys et al. kann man auch nur soundsooft sehen – also endlich nun in die Gegenwart zu den Galerien. Ich geriet in den Aufbau zum Galeriewochenende, insofern war einiges geschlossen, was dennoch offen hatte, gibt es hier. In der Galerie der Moderne folgendes Gemurmel vom Galeristen: "Aha, die Chinesen (…), Kunst der Nachahmung (…), Appropriation Art ist auch in Deutschland gerade wieder en vogue. Thank you, my dear." Ok. In der Galerie Christian Pixis daneben dann, und das passiert mir gelegentlich, wurde ich mit einem unwirschen Nein auf die Frage, ob ich fotografieren dürfe, aus der Türe gefegt. Muss ja nicht, ich betrete schließlich Ihre Wohnung – wenn ich auch weiterhin davon ausgehe, dass Sie sie zum Verkauf zur Schau stellen –, aber was, Angst vor Kopie?, naja, deshalb frage ich ja höflich nach. Sie könnten etwa mit Interesse nach meinem Medium antworten. Wer zusagte, ist hier vertreten. Musste mal sein, jetzt kann es geklärt weitergehen.



Walter Storms Galerie: Julia Mangold.


Ebd.


Galerie der Moderne: Laura de Santillana – Glas.


Ebd.: Pentti Sammallahti.


Ebd., Veikko Hirvimäki: Whats Going On. 2015.


Galerie Biedermann (VPN erforderlich): Siegfried Kaden – La Habana.


Ebd.


Galerie Wittenbrink: James Rielly – Knock on Wood.


Ebd.: James Rielly.


Ebd., OA.


Ebd., OA.


Galerie Thomas: Rosemarie Trockel – OT. 2000.


Ebd.: Rosemarie Trockel – OT. Detail, 2000.


Ebd.: Mark Dion – OT. 2000.


Galerie Bender: Fifty Shades of Red, hier: Jus Juchtmans – 20081003. 2008.


Ebd.: Matt McClume – Hermatite/Red Chrome. 2016.


Galerie van de Loo Projekte: Contemplación y ataque: Antoni Tàpies – Antonio Saura. Die miese Beleuchtung liegt mir zu Schulden, durfte im Aufbau knipsen.


Ebd.


Ebd.


Versteckt im U-Bahnschacht neben der Akademie der Bildenden Künste findet sich die Akademie Galerie. Leider ohne jegliche Angaben, so wie ich auch nur einen Link zur laufenden Ausschreibung gefunden habe.


Galerie Schöttle: Jānis Avotiņš et al.


Ebd.


Galerie Schöttle: Alex Mirutzui.


Ebd.

Kunstverein München zeigte Hamburger Eyes: The Continuing Story of Life on Earth (für Angaben s. bitte KM-Link):


















Around town …






Kinderprojekt einer Biene (vielleicht eher Wespe?)




Hier gehört der Blick hinten ins Bild hinein.










Fußball steht selbst bei einer WM nicht sonderlich weit oben auf meiner Agenda, aber ich bin schließlich auch zum Auskundschaften der aktuellen Lage der Nation hier. Am Abend zuvor instruierte mich Till noch, wie man sich zu verhalten habe, oder besser wie nicht – also keine vorzivilisatorischen U-A-Laute mit Faust an Brust schlagen. Dazu kam es denn nicht, ich knipste lieber meine von diesem Ereignis aus lauter Begeisterung sich in andere Gefilde begebenden Reisegenossen. Schalaa!








Siehe im Zuge dieses Beitrags auch 关于这个话题也看: Kunstsommer 2016: Überblick ∣ 2016年艺术之夏:概述

Tags für diesen Beitrag 这本文章的标签: Reise 专程, Unterwegs 路上, Ausstellungen 展览, Gegenwart 当代, Vergangenes 古代, Bildende Kunst 美术, Malerei 绘画, Multimedia 多媒体, Fotografie 摄影

... link (0 Kommentare)   ... comment


Samstag, 10. September 2016
Kunstsommer 2016: Wien ∣ 2016年艺术之夏:维也纳
Wien! Die Fotos sprechen halb eine andere Sprache, aber im schönsten Sommerlicht botest du dich. Wunderbar wars.

In diesem Post gibt es hauptsächlich Stadtsichten. Vom Donauinselstreifen …














Fritz Wotruba: Große Skulptur. 1965.

… in die Altstadt.












Diese Pestsäulen überall in der Stadt (im Land?) sind schon interessant. Während sich Deutschland allerorts weiterhin mit der Abarbeitung des 2. Weltkrieges beschäftigt, wird hier weit in die Vergangenheit erinnert.























All dieses Weiß hier lässt einen angenehm atmen.



Schloss Belvedere. Ein bisschen Schmalz muss sein.





Faszination aus Unverständnis. Was sind das nur für Grasgruben?








Oben Kunst, unten Religion.




St. Marxer Biedermeierfriedhof mit Mozarts Grab:






Kunsthalle Wien: Beton


(l.) Monica Bonvicini: AAdd Elegance to Your Poverty. 1990/ 2016.
(r.) Olaf Metzel: Treppenhaus Fridericianum. 1987.


Hubert Kiecol: Im Wald. 2009.


Ebd.: Zeile. 1981.


Nach dem Schwall aus München hier kaum Kunstfotos? Außer im Beton durfte man museal nirgends fotografieren. Die Galerien sollten wir uns schenken, meinte Anna und wenn sie das sagt, halten wir uns nicht mit auf. Dafür waren wir viel in der Stadt unterwegs, haben geschlemmt und uns betrunken, waren im Theater, im Kino, in der Alten Donau und wer weiß, wo sonst noch. Als Galerienansatz einzig dies hier:


Peter Kogler im Schauraum des Sigmund Freud Museums.


Aber ihr Studio durfte ich besuchen. Mehr auf ihrer Webseite, hier ein paar Fotos von – und bitte mit reichlich Tusch! für – Anna Hofbauer:




















Im Theater durften wir nicht im Gebäude herumlaufen, vielleicht waren wir eine Minute zu lange auf der Toilette, jedenfalls wollte Feierabend gemacht werden. Schon alles ordentlich reglementiert hier.



Und überall, auch ganz Deutschland ist davon verklebt, nur in der Schweiz habe ich sie glaube ich nicht gesehen: Huawei Werbung.



Überall also ebenfalls auf dem Donauinselfest. Aber Massenveranstaltungen bleiben so oder auch anders eine merkwürdige Angelegenheit.










Der hier allerdings, liebes Österreich, unglaublich: Bis auf Widerruf.


Siehe im Zuge dieses Beitrags auch 关于这个话题也看: Kunstsommer 2016: Überblick ∣ 2016年艺术之夏:概述

Tags für diesen Beitrag 这本文章的标签: Reise 专程, Unterwegs 路上, Gegenwart 当代, Vergangenes 古代, Architektur 建筑, Bildende Kunst 美术, Fotografie 摄影

... link (0 Kommentare)   ... comment


Donnerstag, 8. September 2016
Kunstsommer 2016: Prag ∣ 2016年艺术之夏:布拉格


1998 war ich auf Abifahrt in Israel, und auf dem Rückweg über Prag. Dort waren wir damals einen halben Tag in den Abend hinein. Es war großartig, hier kann ich wieder den väterlichen Ausdruck des morbiden Charmes anwenden, den wir einst besonders in den Cafébars mit dort sogenannter Kalter Muschi (Rotwein mit Cola) genossen haben. Knapp zwanzig Jahre mit gut angelegten und ich hoffe aus dem Gemeinschaftstopf der EU stammenden Geldern später ist hier alles saniert. So heimelig nostalgisch Morbidität ist, so schmerzt doch der Verfall wunderbarer Gebäude (wie derzeit noch in Lissabon!, bitte, EU) und so angenehm überrascht war ich von Prag. Leider Massen an Touris wie wir, seit einer Weile zu jeder Jahreszeit, höre ich.































Museum Kampa


Olbram Zoubek: Obĕti (Victims). 1958.


(Vorne) ebd.: Svĕdek (Witness); Slou I/ II (Column I/ II); Stínĕný muž (Narrow Man). 1964–7.


Jiří Harcuba: Ludwig van Beethoven. 1977.


Kopecký: OA.


Václav Cigler: Objekt. 1968–70.

Auf dem Dach dann diese wunderbare blaue Spiegelfläche:


Václav Cigler: Meeting Places. OJ.


Ebd.


Eva Kmentová: Ruce (Hands). 1970th.


(Bin mir unsicher, ev.) Jiří Bielecki: Obtékání – Gravitabil (Wapping – Gravitabile). Late 1960th.


Sorry, oA.

In einer Galerie:


Galerie U Betlémské Kaple: Výběr (Choice – im Vertrauen auf Google Translate), hier Adriena Šimotová: Z cyklu Ruce (V). 2010.


Ebd.: Bez názvu. 1992.








Und immer wieder zwischendurch unglaubliche Scheusale wie dieses:



Thematisch definitiv fixiert, die Tschechen …






Vor dem Kafka-Museum. Die stehen ernsthaft in ihrem Urin?

Das Franz Kafka Museum aber: sehr gut. Keine Fotos erlaubt. Bei Kafka im Museum, in Prag ihn lesen, seine Geschichte hier lesen. Dann gerade bei dieser Art von Aufmachung, tschechisch, ich komm so selten in diese Art … ähm, für mich Ost-Genuss, düster, gefallen und immer wieder sich herausgesudet, Samt und Kristall, schwarz und bordeaux, bohemisch, einer Zurschaustellung des Schauerlichen. Mit Pragbezug, meinen wirklich sehr von mir verehrten Kafka hier zu orten, stellt noch eine ganz andere Lese her. Ich bekomme tatsächlich zu wenig vom Osten Europas mit, bin weiter, dort wieder so anders Ost.

Dies meine Auflistung zu Osteuropa von unterwegs: groß und robust, hart, wollend?, windend, harsch, Stinkefinger, aggressiv, Pomp.

Mehr Czech-merkwürdige Besonderheiten und weiter around durch dieser tollen Stadt …


























Im Kino Lucerna.






Ist gröber, härter vom Geschmack hier, was gelegentlich echt gut ist. Ständig muss ich nicht überall auf Extremitäten, Glasbohemiten und Samtpastellate laufen, aber es hat mich gefreut, Prag.


Siehe im Zuge dieses Beitrags auch 关于这个话题也看: Kunstsommer 2016: Überblick ∣ 2016年艺术之夏:概述

Tags für diesen Beitrag 这本文章的标签: Reise 专程, Unterwegs 路上, Ausstellungen 展览, Gegenwart 当代, Vergangenes 古代, Bildende Kunst 美术, Malerei 绘画, Film 电影, Fotografie 摄影

... link (0 Kommentare)   ... comment


Mittwoch, 7. September 2016
Kunstsommer 2016: Dresden ∣ 2016年艺术之夏:德累斯顿





In Dresden war ich bislang nicht. Nach Dresden wollte ich auf dieser Reise, um mir Nazis anzusehen. Also die, die mit ihren Montagsdemos erst Pegida und den Rechtsruck in Deutschland ausgelöst haben und denen dann die Flüchtlingswelle als Antimist perfekt zur Stelle kam, die Neuen Nazis mit all ihrem pseudo-intellektuellen Identitärenzeugs. Naja, auf jeden Fall habe ich keinen einzigen Nazi gefunden. Dafür aber auf den Straßen allzeit präsent die Antifa – natürlich auch nicht in persona, aber gesprüht –, und institutionell fleißige Gegenarbeiten zur Bürgererziehung. In Gesprächen, Wo finde ich denn die brennenden Autos?, Dafür gehst du momentan besser nach Leipzig. Und Sätze, die ich hier häufig, wohl weil halt thematisch sensibler Ort, aber auch sonst in Deutschland gelegentlich gehört habe, Kopfschmerzsätze, die mit Ich hab nichts gegen Ausländer anfangen, deren Aber im Ausklang nicht mal gesagt werden muss und doch mitschwingt. Die Antifaler reiben sich bestimmt die Hände, auch wegen ihrer Präsenz, aber auch sonst scheint mir die Stimmung in Dresden gesellschaftlich und institutionell in einem Hypermodus.


















Aktiv ist man hier im Brückenbau, was unter anderem wunderbare Zaunfotos für die Kollektion ergab.












Bei den Filmnächten am Elbufer lief leider nur der Fremdschämstreifen von Hape Kerkeling, aber die Location mit der Altstadt am gegenüberliegenden Ufer ist super. Sowieso geht nichts über endlich einmal wieder im Kinositz rauchen.








Altstadt.


















Mit Huij und …


Herzallerliebst.


Kunsthalle im Lipsiusbau: Die Vermessung des Unmenschen – Zur Ästhetik des Rassismus.




Zaun/ Absperrung als Grenze: "Die Aneinanderreihung des Buchstaben x und eines Minuszeichen ergibt das kartographische Symbol der Grenze. Es verweist auf das Bild von Stacheldraht."



Reihenweise Tische mit kolonialen Bildern. Bin zufällig in eine Führung geraten und hörte am Rande zu; vielleicht liegt es am institutionellen Gegenspruch zur Bürgererziehung, scheint hier(?) alles nicht leicht, etwa Objekte und Subjekte in rechte Benennung zu bringen.






In die Kunsthalle bin ich im Vorbeigang, museal war ich weiter …, nicht posten geht genauso wenig wie nicht hin, im Namen von Goethe also Friedrich bis Richter und Konsorten:

Albertinum

Galerie Neue Meister


Christian Daniel Rauch: Johann Wolfgang von Goethe. 1824.


Johann Alexander Thiele: Das Elbtal bei Kötzschenbroda. 1747.


Caspar David Friedrich: Felspartie im Harz. 1811.


Ebd.: Landschaft mit kahlem Baum. Ca. 1798.


Ebd.: Das Kreuz im Gebirge (Tetschener Altar). 1807–8.


Ebd., Detail.


Ebd.: Gebüsch im Schnee. 1827–8.


Ebd.: Hünengrab im Schnee. Ca. 1807.


Ebd.: Das Große Gehege bei Dresden. 1832.


Ebd.: Hünengrab im Herbst. Ca. 1820.


Ebd.: Böhmische Landschaft mit dem Milleschauer. 1808.


Carl Gustav Carus: Mondscheinlandschaft. 1859.


Ernst Ferdinand Oehme: Waldinneres. 1821–2.


Ebd.: Prozession im Nebel. 1928.


Wilhelm Busch: Zecher in der Diele. Ca. 1891.


Ebd.: Wiesenstudie. Ca. 1885.


Ferdinand von Rayski: Wermsdorfer Wald. Ca. 1859.


Ebd.: Bildnis des Kammerherrn Julius Graf Zech-Burkersroda. Detail, 1841.


Anselm Feuerbach: Landschaft mit Ziegen. 1873.


Arnold Böcklin: Der Krieg. 1896.


Edgar Degas: Vierzehnjährige Tänzerin. Ca. 1880.


Claude Monet: Das Pfirsichglas. Ca. 1866.


Max Slevogt: Bilder der Ägyptenreise. 1914.


Karl Schmidt-Rottluff: Landschaft in Rottluff. 1921.


Hermann Otto Hettner: Harlekin. 1928.


Marc Chagall: Paar mit Ziege. 1911.


Carl Lohse: Frühling in Bischofswerda. 1920.


Ebd.: Ludwig Renn. 1919.


Ebd.: OA.


Ebd.: Kleine Stadt. 1920.


Ebd., Detail.


Josef Scharl: Blinder Soldat. 1928.


Wilhelm Lachnit: Mädchen mit Pelz. 1925.


Curt Querner: Selbstbildnis mit Mütze. 1930.


Kurt Eichler: Mädchen im karierten Kleid. 1930.


Otto Dix: Der Krieg (Triptychon). 1929/32.


Ebd.: Waldschlucht II. 1940/44.


Armando Herman Dirk van Dodeweerd: Gefechtsfeld 3-4-86. Detail, 1986.


Hans Heinrich Palitzsch: Fahnen in der Nacht. 1947.


Hermann Glöckner: Weiser. 1927.


Ebd.: Großer Schornstein. 1931.


Marlene Dumas: Magdalena from behind. 1995.


Johannes Kahrs: OT (Auslöschung). 2003.


Neo Rauch: Nachtarbeit. 1997.


Eberhard Havekost: Glas, B 07. 2007.


Ebd.: Trash 1. 2003.


Gerhard Richter: 9 stehende Scheiben (879–3). 2002/10.


Ebd.: Sils, grau (882–2). 2003.


Ebd.: Ella. 2014.


Ebd.: Elbe (Edition 155). 1957/2012.


Ebd.


Ebd.: Abstraktes Bild (868–2). 2000.


Und irgendwie trifft man überall auf Tino Sehgals Sensibilitäten.




Skulpturensammlung


Birgit Dieker: Seelenfänger. 2005.


Hans Scheib: Mit offenen Armen. 1997.


Tony Cragg: Ever After. 2010.


Fritz Wotruba: Figur. 1958.


William Wauer: Herwarth Walden. 1917.


Wieland Förster: Geschlagener. 1989.


Fritz Cremer: Bertolt Brecht. 1957.


Helmut Heinze: Knabenakt stehed. Detail, 1976–7.


Auguste Rodin: Der Denker. 1903.


Wilhelm Lehmbruck: Bildnis Adèle Falk. 1916.


Gläsernes Depot


Sammelsurium.


Ebd.


Balthasar Permoser: Chronos. Ca. 1695.


Sächsische Akademie der Künste: Wohin mit der Schönheit. Hielt nicht so, was es versprach. Ausstellungslink will die Seite auch nicht liefern, wobei man die gezeigte Doku gut hätte online stellen könnte.


Michael Morgner: Ich kann nicht mehr. 2012.


Ebd.: Dresdner Plastik. 2008.


Walter Libuda: Kreuzhals. 2007.


Eberhard Göschel: Fürstenauer Triptychon. 2015.


Ebd., Detail.


Carsten Nicolai: Future Past Perfect pt.1 (Sononda). 2010.




Auf dem Weg zur Blauen Brücke. Was ein Idyll.

















Schon noch auch barock angehaucht hier, aber man merkt, dass es langsam flacher, weiter (von Weite) gen Norden geht. Den ollen Cafénamen Wohnzimmer musste ich abschneiden.

Wir hatten uns in Neustadt untergebracht, im hippen Alternativdasein, und residierten über einer Kreuzung im 1. Stock. Nachts belagert von in Schulferien treibenden Kids – vermutlich, wie wir früher an Bushalten herumgehangen haben, an Durchgangsorten hin zu einem spannenden Leben.




Dresden, ich brauche irgendwann noch einmal länger hier. Tolle Stadt. Nettes Eck in Neustadt. Wie kann ich all die Alten nicht besuchen, obwohl ich einfach lieber weiter durch die Straßen zöge. Oder wärts die Elbe entlang. Eh ging es von der Elbe zum Rhein zur Donau und zurück die Elbe über Flüsse diesen Sommer.


Siehe im Zuge dieses Beitrags auch 关于这个话题也看: Kunstsommer 2016: Überblick ∣ 2016年艺术之夏:概述

Tags für diesen Beitrag 这本文章的标签: Reise 专程, Unterwegs 路上, Ausstellungen 展览, Gegenwart 当代, Vergangenes 古代, Bildende Kunst 美术, Malerei 绘画, Landschaft 山水, Fotografie 摄影

... link (0 Kommentare)   ... comment


Dienstag, 6. September 2016
Kunstsommer 2016: Berlin ∣ 2016年艺术之夏:柏林

Galerie Dittmar: Gottfried Salzmann. Hier: Durchblick. 1992.


Ebd.: Les Arbres Noirs. 1987.


Ebd.: Le Menillet. 1987.


Jordan/ Seydoux: Bonjour Monsieur Baselitz! Georg Baselitz: OT. 1983.


Ebd.: Big Night I/ II (Remix). 2008–10.


Ebd.: Bitte kommen Sie nach vorn I–IV. 2014.


Migrant Birds: Liao Wenfeng.


Ebd.


Ebd.


Alfred Ehrhardt Stiftung: Nature Cultures. Hier Katya Gardea Browne: Xochimilco/ Diptych. 2014.


Ebd.


Ebd., Pinar Yoldas: Regnum alba. 2014.


Galerie Leo Coppi zeigte Robert Metzkes: Von Angesicht zu Angesicht. Und ich hier im Angesicht der Tonfiguren, die sich im Angesicht der Gesprächsrunde befinden. Nennen wir es Die Damen.

Soweit in und um Auguststraße. Jetzt in die Potsdamer Straße.


Helga Maria Klosterfelde: Rirkrit Tiravanija.


Galeria Plan B zeigten Mihai Olos: Olospolis.


Ebd.


Blain Southern zeigten Harald Miller: Tonight We Make History. Hier: Happiness the Case Against. 2016.


(l.) Bull Seeks China Shop. 2016.
(r.) Hate's Outta Date. 2016.


Overcoming Optimism. 2016.


Health and Safety is Killing Bondage. 2016.


Galerie Thomas Fischer zeigte Marcel Frey: Perforythme.


Maerz Galerie zeigte James Nizam: Thought Forms. Hier: Sequential Alignments for a Cube. 2011.


Ebd.: Icosahedron. 2014.


Ebd.: Shard of Light. 2011.


Und around:











Kirchen mit Eintrittspreisen? Gehts denen so schlecht? Das Personal schien gleichfalls verwirrt von dieser ev. erst neuen Regelung – um uns Nichtzahler auszusperren, sperrten sie die zwei, drei sich zur Zahlung gefundenen Besucher glatt ein. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis sie sich Gehör verschaffen konnten und freigelassen wurden. So war das in der Nikolaikirche in Mitte.










Für Berlins Museen, siehe 柏林美术馆在这边: Sakrale Kunst – Museumslandschaft in Deutschland von 2014.


Das waren Sommer und Europa für dieses Jahr. Schöne Grüße zurück aus Beijing!


Siehe im Zuge dieses Beitrags auch 关于这个话题也看: Kunstsommer 2016: Überblick ∣ 2016年艺术之夏:概述

Tags für diesen Beitrag 这本文章的标签: Reise 专程, Unterwegs 路上, Ausstellungen 展览, Gegenwart 当代, Vergangenes 古代, Bildende Kunst 美术, Malerei 绘画, Multimedia 多媒体, Fotografie 摄影

... link (0 Kommentare)   ... comment


Dienstag, 22. März 2016
BJ: Kunstschau im Frühling 2016
An den Bäumen streckt sich der erste Hauch von Grün in die Spitzen, der Winterstaub wird hinausgefegt, während die asiatische Kunstinteressentenwelt nach Hongkong hechtet, werden hier überall die Pforten geöffnet. Wer kann, der sehe vorbei. Hier ein kleiner Überblick zur frischen Frühlingskunst in Beijing.

Zunächst im 798.

Ganz besonders empfehlenswert ist ein Gang durch eine aus in der Galerie gefundenen Materialien gebaute Tempelanlage:



In der Beijing Commune 北京公社: Liang Shuo 梁硕: Temple of Candour 无隐禅院, bis 30-Apr-2016.












Wunderschön in der Tokyo Gallery 东京画廊: Zhu Jianzhong 朱建忠: Return to Far Away Mountains 青山归远, bis 9-Apr-2016.


O. A.


O. A., oh, diese Rahmung.


O. A., Detail.


Die drei Großen sind gerade alle gut belegt, besonders und als erste muss doch andachtsvoll Antony Gormley erwähnt werden.

Galleria Continua 常青画廊: Antony Gormley 安东尼·葛姆雷: Host 屯蒙, bis 20-Aug-2016.





Halb Ton, halb Flusswasser, beides aus der Gegend, wächst vielleicht gar etwas im langen Laufe der Ausstellungszeit daraus hervor, möglicherweise fängt es auch nur arg an zu verwesen, bestimmt aber sieht es noch einmal ganz anders unter blauem Himmel aus.




Dann läuft gerade noch, über den Winter schon und bereits verlängert, in der Pace 佩斯: Song Dong 宋东: Surplus Value 剩余价值, bis 26-Mär-2016.














Im UCCA 优伦斯: Elmgreen & Dragset 艾默格林与德拉塞特: The Well Fair 好博, bis 17-Apr-2016.












Ein netter neuer Raum der ShanghART ist ihr S-Space 香格纳S空间 (in der 七星东街): Shi Yong 施勇: A Bunch of Happy Fantasies 一堆幸福幻想, bis 8-Mai-2016.






Gallery Yang 杨画廊: Ma Wenting 马文婷: Allusion 引喻体, bis 31-Mär-2016.






In der Mou Art 妙有艺术 (beim Originality Square) läuft Zhang Hui 张晖: A Time of Renewal 春日, bis 19-Apr-2016.




Tong Gallery (südlich hinter Continua): Li Zhenhua 李振华: Surface 你看到的就是全部, bis 17-Apr-2016.




Hive 蜂巢 (ehem. Iberia): Too Loud a Solitude: Stalkers of Chinese Contemporary Art 过于喧嚣的孤独——中国当代艺术中的潜行者, bis 17-Apr-2016.


Shang Yang 尚扬, sorry, Angaben unscharf abfotografiert.


Tu Hongtao 屠宏涛, Angaben leider auch hier unscharf.


Ji Dachun 季大纯: Power from Killing Time 时光消磨形成力, 2015.

Bzw. parallel: Liu Guoqiang 刘国强: The Moving Image 移动的图像, bis 17-Apr-2016.




Noch nicht gesehen habe ich bei Boers-Li 博而励: Xue Feng 薛峰: Tranquility 寂静, bis 17-Apr-2016.


Nun in Caochangdi.

In allen Räumen der Galerie Urs Meile 麦勒画廊: Chen Fei 陈飞: The Day is Yet Long 来日方长, bis 30-Apr-2016.









Die realgetreue Detailiertheit finde ich fast makaber, durch den Comicstil beinahe märchenhaft verklärt, thematisch bleibts rabiat, es gibt Sachen, die können einem fast nicht nicht gefallen.


Ink Studio 墨斋空间 (in den Red Bricks im CCD): Ink and the Mind 水墨与心灵, bis 15-Mai-2016.

Ich laufe gerne dorthin, wo Qiu Shihua 邱世华 etwas hängen hat. Im Angesicht hache ich davor, im Nachhinein ziehe ich bei den Fotos Kontrast und Schärfe hoch, was einen schmerzen mag, wenn man die Bilder kennt, mir gefällts:


Ohne Titel 无题, 2008.


Ohne Titel 无题, 2008.

Und dazu mochte ich hier noch Li Huasheng 李华生:


0104, 2001.


Im Telescope 望远镜 läuft: Jiu Jiu 赳赳: Making Good Things Go Better, bis 8-Mai-2016.




Being 3 Gallery 在3画廊, in der Plastikfabrik: Ju Anqi 雎安奇: Big Characters 大字, bis 18-Apr-2016.




Obwohl das Gelände und die Räume toll und deshalb erwähnenswert sind, kann man sich momentan den Ritt in die Plaste schenken, nicht allerdings, und damit möchte ich abschließen, einen Besuch bei Bianca Regl, die gleich zwei Ausstellungseröffnungen hatte:

Im Caochangdi im Lan Space 兰空间: Between the Apple and the Plate 苹果与盘子之间, bis 12-Apr-2016.



Und in Songzhuang im neuen und bald vielleicht schon wieder in sich zusammenfallenden Niu Chang Art Museum 牛厂美术馆: The Distant Shore 遥远的海岸, bis 12-Apr-2016.




Der Frühling ist da!


Tags für diesen Beitrag 这本文章的标签: Ausstellung 展览, Beijing 北京, Gegenwart 当代, Malerei 绘画, Multimedia 多媒体

... link (0 Kommentare)   ... comment


Donnerstag, 10. Dezember 2015
Kurz in Xi'an
Während sich Europa bereit macht, in den Krieg zu ziehen, hat mich ein glücklicher Zufall für eine Stippvisite nach Xi'an versetzt. Großartig, dachte ich, sehe ich mir das dortige OCAT endlich an und auch gleich, so hatte ich es wenigstens flüstern hören, die wenn auch kleine, aber vibrierende Kunstszene. Habe ich gedacht und mich maßlos verdacht. Das OCAT ist nett neben einer wunderbaren Parkanlage gelegen, aber in einem merkwürdigen Kaderkomplex, die drei Stockwerke sind langweilig belegt. Gong Xu mit seiner Zodiac Explosion geht gar nicht, Liang Yuanweis Mustermalerei finde ich langweilig, Carol Lee Mei-Kuens Remembering Days, Forgetting Time war konzeptuell nett und bei ihrer Postkartenaktion habe ich mitgemacht, aber überzeugt hat es mich nicht. Kein Wunder, dass ich die einzige Besucherin war. Alles, was ich fotomäßig vertreten kann, ist ein Blick auf die Steinfiguren am Eingang.



Deshalb gings auch gleich weiter. In die Banpo International Art Zone 半坡国际艺术区. Banpo ist mittlerweile ein etwas außerhalb gelegenes Gebiet von Xi'an und bezeichnet eine neolithische Siedlung der Yangshao-Kultur, die hier ausgegraben wurde. Xi'an mag ja historisch wirklich groß und bedeutend gewesen sein, in der Gegenwart ist es versmogt und wird im Gegensatz zu Beijing nur sehr selten von befreienden Winden heimgesucht. Was einst schützend war, hat die Zeiten nicht überdauert, die von Nordosten und Südosten die Stadt in ein Dreieck keilenden Berge zwingen sie heute in ein Moloch. Xi'an und seine größere Umgebung scheinen nur von Tourismus und etwas Landwirtschaft zu leben. Man kann fast Jetztzeit-Mitleid mit ihr haben. Die sich als Kunstviertel bezeichnende Gegend ist ein Kreativindustriekonglomerat mit knapp hundert kleinen Werbe-, Design-, Foto-Undsoweiterlis, von denen etwa noch drei betrieben werden. Unter anderem ein Café, in dem es für mich einen Espresso für 25 Kuai gab – sowie die Information, Galerien?, du meinst Ausstellungen?, der einzige weitere Gast wird gefragt, es gibt hier einen Ort, 75 Grad heißt der, da läuft manchmal was, sonst eher wenig, manchmal kommen Künstler zu Gruppenevents, sonst Künstler hier in Xi'an?, es gibt ein paar (was sich anhörte wie vielleicht fünf), die Skulpturen anfertigen, die haben ihre Studios verstreut außerhalb der Stadt, manchmal kommen sie auch zu Veranstaltungen. Ganz schön traurig, aber irgendwo müssen die Künstlermassen in der Hauptstadt herkommen.





Die Türen in Banpo waren so verschlossen wie sich mir die Gegenwartskultur bot. Entsprechend tauchte ich in das ein, was die Stadt auszumachen scheint, die Rückbesinnung auf glorreiche Zeiten bis einschließlich Tang-Dynastie. Die deftigen Eintrittspreise werden vermutlich für die Arbeiten an der U-Bahnlinie benötigt, die momentan eine Schneise der Abrissverwüstung außerhalb der großartigen, vor allem weil noch komplett erhaltenen, 14 km langen Stadtmauer hinterlässt. Noch nie gesehen hatte ich dafür den Einsatz eines Wasser-Luft-Blasmonstrums.



Zunächst ging es also zur Wildgans Pagode 大雁塔 aus der Tang-Dynastie, der auf den buddhistischen Schriftrollen von Xuanzang erbaut wurde (Kaijin zu meinen Sun Wukong-Moves: ist nur eine Geschichte mit dem Affenkönig, ist schon klar, oder?)




Besonders lohnenswert war der Aufstieg nicht.


Die Anlage.





Sehr empfehlenswert ist das Geschichtsmuseum. Es war rappelvoll, besonders aufgefallen sind mir etliche Studenten, die erklärende Vorträge auswendig lernend vor sich selbst aufsagten. Hier eine kleine Auswahl der Exponate mit den engl. Beschreibungen, mich hatten neben all den Keramiken, Waffen und Münzen Charaktere fasziniert und ich habe die Frauenquote etwas angehoben:


Pottery Male Figure, Western Han Dynasty (206 BC–8 AD).


Bronze Feathered Figure, Han Dynasty (206 BC–220 AD).


Gold Monster, Han Dynasty (206 BC–220 AD).


Painted Pottery Figures of Warriors, Western Wei Period (535–556).


Painted Pottery Warrior Holding a Shield, Northern Zhou Period (557–581).


Pottery Figure of Attendant, Southern Dynasties Period (420–589).


Pottery Goat, Northern Wei Period (386–534).


Animal-shaped Tomb Guardian, Southern Dynasties Period (420–589).


Pottery Unicorn, Northern Wei Period (386–534).


Tri-colored Female Figure Making Up Herself, Tang Dynasty (618–907).


Peinted Pottery Female Figure, Tang Dynasty (618–907).


Painted Female Dancer with Double Rings on Head, Tang Dynasty (618–907).


Painted Figure of Heavenly God, Tang Dynasty (618–907).


Peinted Pottery Figures of Zodiac Animals, Tang Dynasty (618–907).


Ebd.


Pottery Figure of a Maid Holding a Book-box, Song Dynasty (960–1279).


Skt. Arhan Subduing Dragon, Song Dynasty (960–1279).


Dann, ich hatte sie noch nicht besucht: die Terrakotta Armee! Die Grabanlage von Qin Shihuangdi von 210 v. Chr., 1974 beim Graben eines Brunnens von Bauern entdeckt.
































Halle 1.




Halle 2.


Halle 3.








Tags für diesen Beitrag 这本文章的标签: Reise 专程, Vergangenes 古代, Ausstellung 展览

... link (0 Kommentare)   ... comment