Donnerstag, 7. Juni 2018
In und um Chengdu: Sanxingdui, Dazu shike


Das alte Königreich Shu 蜀 soll irgendwann vor 3–5000 bzw. 3–4000 Jahren existiert haben, beginnend in der, da dokumentarisch umstritten, als mythologisch bezeichneten Xia-Dynastie (ca. 2200–1800 v. Chr.), bis hinein in die erste chinesische Dynastie mit schriftlichen Dokumenten auf Orakelknochen, die Shang-Dynastie (1700–1025 v. Chr.) 1929 stießen die drei Söhne der Familie Yan in einem Dorf in der Nähe von Deyang 德阳 im Nordosten von Chengdu beim Bau einer Wassergrube auf die ersten Schätze der heiligen Stätte der Shu und entfachten einen enormen archäologischen Ausgrabungseifer in der Ebene um Sanxingdui 三星堆, wörtlich die Drei Sterne Erdhügel. Der Name rührt von der Legende, dass der Jadekaiser aus dem Himmel drei Hände voll Erde verteilt haben soll, die sich in Sterne verwandelten. In den Ruinen fand man Fundstücke aus Jade, Bronze und Stein, grub, untersuchte und datierte. Bekanntlich folgten Jahrzehnte politisch nicht sonderlich günstigen Herumgrabens, bis man 1986 dann auf die ersten Knochenüberreste und Ritualgefäße stieß: „wahrscheinlich Überreste einer großen Grab- und Opferstätte“. Und vor allem auf das, wofür Sanxingdui heute besonders bekannt ist, die bronzenen Menschenmasken sowie „die Gestalt des legendären Ahnengottes der alten Shu, ‚Cancong (蚕丛) mit seinen hervorstehenden Augen‘“. So nachzulesen in dem gar auf Deutsch verfügbaren Band von Chen De’an: Sanxingdui. Heilige Stätte des alten Shu-Königreiches. Chengdu: Verlagsgruppe Sichuan 2006 (cn. Fassung von 2000), S. 3.

Im Jahr 316 v. Chr. zettelten die Qin, aus denen der das Reich einende Gelbe Kaiser Qin Shihuangdi der Han-Dynastie (206 v. –220 n. Chr.) hervorging, einen Krieg gegen die Shu an. Die Shu wurden vernichtend geschlagen und gingen unter. Doch gut Ding will Weile haben. Die im Laufe der Jahrtausende aus dem kollektiven Gedächtnis der Han-Chinesen verschwundene Geschichte des Shu-Reiches schwemmte wieder an die Erdoberfläche und ist nun im Museum der Sanxingdui Fundstätte 三星堆遗址博物馆 zu bewundern, s. auch Wiki.

Hier sieht man ganz eigentümliche Kreaturen, ein gar wundersamstes Weltverständnis. Auf nach Sanxingdui 三星堆.

Aufgrund der Objektmasse und in Anbetracht der wichtigeren Bildgestalt beschränke ich mich hier auf die leider eher rudimentären musealen Beschreibungen – mit Verweis auf ausführlichere Bezeichnungen im Buch von Chen De’an. Die Aufteilung folgt zunächst dem Material, mit dem Großteil der Objekte in Sanxingdui aus Bronze, dann Stein, Jade und Gold, und innerhalb dieser Aufteilung ist eine subjektive Eigenlogik entstanden. Wenn vorhanden, beziehen sich die Bezeichnungen No. 1 bzw. No. 2 auf: Unearthed from No. 1 resp. No. 2 sacrificial pit of the Sanxingdui Site. 一号和二号表达三星堆遗址一号或者二号祭祀坑出土。

Das Beste zuerst, die Bronzefigur und die Bronzemasken von Sanxingdui, teilweise mit hervortretenden Pupillen, teils mit Goldmaske, gefunden in Opfergrube No. 2 青铜人头像/纵目面具/戴金面罩人头像,二号:


Bronze standing figure 青铜大立人像. No. 2 二号.


Ebd., Detail.











































Bronze figure clad in beast-head helmet 青铜兽首冠人像. No. 2 二号.


(Beide 两件) Bronze kneeling figure 青铜跪坐人像. No. 2 二号.


Bronze kneeling figure 青铜跪坐人像. No. 2 二号.


Bronze kneeling figure bearing a zun (wine vessel) 青铜顶尊跪坐人像. No. 2 二号.


Bronze kneeling figure holding a ritual blade 青铜持璋小人像. No. 2 二号.


Bronze figure 小青铜人像.



Bronze eye-shaped object 青铜菱形眼形器. No. 2 二号.


Bronze eye-shaped object 青铜菱形眼形饰. No. 2 二号.



Bronze zun (wine vessel) 青铜龙虎尊. No. 1 一号.


Bronze lei (wine vessel) 青铜龙虎尊. No. 2 二号.


O. A.


Lid-knob of bronze lei (wine vessel) 铜罍盖纽. No. 2 二号.



Bronze sun-wheel 青铜太阳轮.


Bronze figure with bird feet 青铜鸟腿人像. No. 2 二号.


Bronze bird head 青铜大鸟头. No. 2 二号.


Bronze bird 青铜鸟. No. 2 二号.


Bronze rooster 青铜鸡. No. 2 二号.


(Oben 上) Bronze animal ear 铜怪兽. (Unten 下) Bronze animal 铜兽耳.



Bronze shell 铜贝. No. 2 二号.


Bronze eagle-shaped bell 鹰形铜铃.


(Beide 两件) Bronze plaque 铜牌饰.


Bronze bird-shaped ornament 青铜鸟形饰. No. 2 二号.


Bronze bird-shaped ornament 青铜鸟形饰. No. 2 二号.


Dragon-shaped bronze column 青铜龙柱形器. No. 2 二号.



Bronze altar (in partial presentation) 青铜神殿残件. No. 2 二号.


Bronze holy altar 青铜神坛. No. 2 二号.


Ebd.


Bronze human-headed bird 铜人首鸟身像. No. 2 二号.


Bird of bronze tree 铜神树枝头立鸟. No. 2 二号.


Bird of bronze tree 铜神树枝头立鸟. No. 2 二号.


Fragment of bronze tree 铜神树残件. No. 2 二号.


Money tree 摇钱树.


Ebd., Detail.


Ebd., Detail.


Money tree 摇钱树.


Ebd., Detail.


Ebd., Detail.



Earthen cooking utensil 陶三足炊器.


Point-bottomed zhan (wine vessel) 陶尖底盏.


(Links 左) Earthen figurine 陶人. (Rechts 右) Earthen human head 陶人头.


Earthen dog 陶狗.


(Beide 两件) Earthen dog head 陶狗头.


(Beide 两件) Earthen double-faced owl 陶双面猫头鹰.


(Beide 两件) Earthen pig 陶猪.


(Beide 两件) Earthen tiger’s face (fragment) 陶虎面残片.


Bird-headed handles 陶鸟头勺把.


Ebd.


(Beide 两件) Stone kneeling statuette 石雕跪坐人像.



Jade cong (rite-used) 玉琮.


Jade zhang (ritual blade) 玉璋.



Tiger-shaped gold foil 金箔虎形饰.

Mehr in Stein, Jade und Gold unten von der Jinsha Fundstätte.

Zugänglich sind hier aktuell zwei als Museumsgebäude hergerichtete Ausstellungshallen in einer großen, als Park hergerichteten Anlage, mit Bänken und Laternen, die nach den Opfergegenständen designed sind. In der Mitte findet sich unter anderem ein Platz am damaligen Ort, der der zeremoniellen Altarstätte nachempfunden ist.




Nachempfundener Echo altar 天人台.




Sanxingdui wollte ich mir ansehen, worauf ich vor Reiseantritt gleich von etlichen Seiten hörte, wo ich unbedingt noch hier- und dorthin müsse. Also ging es weiter.

Die Jinsha Fundstätte 金沙遗址 wurde 2001 als weitere Shu-Stätte entdeckt und liegt innerstädtisch gut erreichbar knapp außerhalb des 2. Rings von Chengdu. Der Museumsbau von Sanxingdui stammt aus den 1990er Jahren, dieser der Jinsha ist eindeutig moderner: Museum der Jinsha Fundstätte 金沙遗址博物馆, s. auch Wiki.

Zunächst kann hier die Ausgrabungsstelle besichtigt werden.









Dann geht es über in den modernen Museumsbau.




Auch hier wieder das Beste zuerst:


Bronze human-shaped ware 铜人形器.


Bronze standing figure 铜立人.


Bronze human head figure 铜人头.


Bronze vessels 铜器.



Stone kneeling human figure 跪坐石人像.


Stone kneeling human figure 跪坐石人像.


(Links 左) Stone kneeling human figure 跪坐石人像. (Rechts 右) Stone tiger 石虎.


Stone kneeling human figure 跪坐石人像.


Stone snake 石蛇.


Stone tiger 石虎.


Stone tiger 石虎.



Pottery vessels of the early phase 早期陶器.


Bronze bi 铜壁.


Bronze artefact with square hole 方孔形铜器.


Tortoise breastplates 卜甲.



Raw materials 玉料.


Jade song with tube-drilling marks 保留管钻痕的玉琮.


Jade chisel with slice-cut marks still visible 保留切割痕的玉凿.


Jade human head 玉神人面像.



Frog-shaped gold artefact 蛙形金器.


Gold mask 金面具.

Neben der Goldmaske ist das folgende Ornament das wichtigste Artefakt hier in der Jinsha Fundstätte, was wohl der Grund ist, weshalb man es nur mit dem Handy ablichten durfte:

„The Sun and Immortal Bird“ gold ornament “太阳神鸟”金饰.


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Während Sanxingdui bei Deyang 德阳 im Nordosten von Chengdu liegt, findet sich das Dujiangyan Bewässerungssystem 都江堰, s. Wiki und Baike, entweder zwei Stunden von Sanxingdui im Westen oder eine nordwestliche Stunde von Chengdu entfernt. Es ist nicht ganz so alt wie seine legendären Ahnen, aber immerhin auch aus der Han-Zeit (206 v. –220 n. Chr.)





















Dazu standen hier ein paar zeitgenössische Kunstwerke herum, zu denen Chengdu 2015 aufgerufen hatte:


O. A.


Tim Norris: Neural Nature 神经的大性.


Roger Rigorth: Barnacle 藤壶.




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Von Dujiangyan aus kann man gut zum ca. 15km entfernten Qingcheng Berg 青城山, s. Wiki und Baike. Mit all seinen daoistischen Tempeln ein wunderschöner Ort, um drei Stunden die Berge über hunderte von Höhenmetern und tausende von Treppenstufen hoch- und runter zu laufen. Der Berg lag im Epizentrum des Erdbebens in Sichuan im Mai 2008, das beinahe von jedem Taxifahrer in dem einen oder anderen Nebensatz erwähnt wird. Viele der hiesigen Tempel wurden zerstört und finden sich auch heute, zehn Jahre danach, noch im Aufbau. Etwa vier Kilometer entfernt kommt man mit dem Zug und einer halben Stunde Fahrtzeit in die nordwestlich am 4. Ring von Chengdu gelegene Station Xipu 犀浦, die wiederum mit der Ubahnlinie 2 verbunden ist. Nun aber erst einmal in das überbordende Grün der Bergschluchten.









Und nun dem Grün frönend:














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In der Stadt innerhalb des 2. Rings kann man noch gut ins buddhistische Wenshu Kloster 文殊院, s. Travel China und Baike.




Außerdem sehenswert ist der daoistische Qingyang Palast 青羊宫, s. Wiki und Baike




Terrace of Descension 降生台, Detail mit Laozi.






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Dann habe ich mich in Chengdu noch auf Stippvisite in die Gegenwartskunst begeben. Zum einen gibt es das Blue Roof Museum 蓝顶美术馆 mit Künstlerviertel im Südosten. Es ist ziemlich schlecht angebunden, knapp zwei Stunden mit den Öffentlichen und dann noch ein paar Kilometer durch Felder radeln (Adresse Blue Roof Museum, New Venue: Sizu 166, Miaoshan Village, Xixing Town, Shuangliu District, Chengdu 成都市双流区新兴镇庙山村四组166号 蓝顶美术馆新馆, 028-8560 6896). Vielleicht ist es eine Reise wert, wenn man von einer guten Ausstellung dort weiß. Ansonsten leider lahme Provinzkunst mit Sammlungen, wie sie allerorts zu finden sind, aber gut zu sehen, wo es überall Künstlerkommunen gibt. Im Gegensatz zu Deutschland finden sich auch immer Personen, die gleich einen Klotz an Museum hinstellen.





Aktuell lief eine Ausstellung junger japanischer Künstler, Wakaba Luster 若叶集, ganz gut fand ich:

Yuki Matsueda 松枝 悠希: This is Exit / square (white). 2017.

In der Sammlung gefiel mir:

Shu Hao 舒昊: The Wall No. 1 墙#1. O. J.


Direkt im Süden und mit der Linie 1 (Station: Hongshi Park 红石公园) gut angebunden, liegt das sehr empfehlenswerte A4 Museum A4美术馆 im in Neuerschließung begriffenen Viertel Tianfu (Adresse: Shengtai City, Luhu, Nanyan Line, Tianfu Express, Shuangliu District, Chengdu 成都市双流区天府大道南延线·麓湖生态城·艺展中心).





Martin Boyce 马丁·博伊斯: Hanging Gardens 空中花园, 27.4.–29.7.2018, war in Ordnung, vermutlich gut für diesen Ort, Chengdu sieht wahrscheinlich nicht so regelmäßig internationale Kunst.


Hauptraum mit Installationsansicht mehrerer Objekte, 2009–17.


Broken Branches and Blossoms 破碎的树枝和花朵. 2008.


Same Place as Always 一如即往. 2015.


Installationsansicht mehrerer Objekte, 2007–17.


Darauf wurde es jedoch richtig gut, als zweite Ausstellung lief Chen Qiulin 陈秋林: Peppermint 薄荷, 27.4.–29.7.2018. Erst dachte ich, es wäre wieder eine Memory Landesgeschichte, wichtig, ja, aber wenn etwas mit alten Gruppenfotos beginnt, sprüht man nicht unbedingt gleich vor Entzücken. Dann kommt man in den abgedunkelten Raum, und ich habe mir lange keine Videos mehr so bereitwillig angesehen. Chen Qiulin 陈秋林 hat sich vom Foto einer Kampfkunsttruppe eines Sommercamps ihrer Kindheit drangemacht, diese Menschen aufzusuchen. Das Ganze hat sie Pfefferminze genannt, weil ihr dieser Geruch aus der Zeit geblieben ist. Großartige Aufmachung ohne Effekthascherei: Ein Bild pro Person in ihrer Umgebung, daneben ein Video, in dem die jeweilige Person einzeln und ruhig in die Kamera blickt. Besonders sehenswert aber ist das gefühlt zehn minütige Video, in dem sie eine kleine Geschichte des Weges einer Kampfkunstschülerin erzählt, in dem all die Personen auftauchen. Wunderbare Schnitte, unaufgeregt und sehr vereinnahmend, Installationsansicht:














Im Anschluss kann man einen überteuerten, aber guten Kaffee am überdachten Rondell trinken und an der Wasserschneise mit Bootsanleger dem Baulärm um sich herum lauschen. Derweil sich am Nebentisch ein hübscher junger Mann von einer wunderschönen jungen Frau über Immobilien beraten lässt. 3 Zimmer, 120sqm, 3 Millionen RMB. Er möchte eine kleine Wohnung für sich alleine. Sie sagt ihm, dass er seine Familienplanung bedenken müsse, diese und jene Wohnung sei gut für zwei Kinder. Er würde gerne alleine wohnen. Sie erzählt von den entstehenden Angeboten für Kinder. Eigentlich möge er gar keine Hochhäuser. Sie habe gleich noch weitere Kundschaft, klickt mit ihrem Stift, ich gehe.








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Vom Chengdu Ostbahnhof kommt man gut mit dem Zug in einer Stunde nach Dazu Süd, und kann sich anschließend in einer weiteren Stunde zu den Dazu Felsskulpturen 大足石刻 bringen lassen, s. Wiki und Baike. Von dort aus sind es eineinhalb Stunden mit dem Bus nach Chongqing. Großartig! Entstanden 1174–1252, und, wenn ich es richtig verstanden habe, ausgebessert 1957.





Ritual Site of Liu Benzun 柳本尊行化事迹图:





Sutra of Amitabha and His Pure Land 观无量寿佛经变相:



















Sakyamuni’s Filian Piety 大方便佛报恩经变相:













Niche of Parental Love Sutra 父母恩重经变相:













Nine Dragons Bathing the Prince 九龙浴太子图:





Niche of Sakyamuni Entering Nirvana 释迦涅槃圣迹图:



Div.:











Saints of Huayan School of Buddhism 华严三圣像:





Buddhist Wheel of Life 六道轮回图:





Niche of Guardians of Buddhist Law 护法神龛:





Ritual Site of Buffaloes 牧牛图:





Div.:







Dann die Exponate im reichlich erklärenden Museum:


Head of Buddha 佛头像. Northern Qi Dynasty 北齐 (550–577).


Two Buddhas and Buddhist Followers 二佛及众弟子像. Sui Dynasty 隋 (581–618).


Buddha Statue 佛像. Northern Qi Dynasty 北齐 (550–577).


„Dream of the Red Chamber“ Plate 彩“红楼佳梦”盘. Qing Dynasty 清 (1644–1911).


Blue and White Porcelain Pillow 青花瓷枕. Qing Dynasty 清 (1644–1911).


Memorial Tablet with Nine Sculpted Dragons 九龙牌位. Qing Dynasty 清 (1644–1911).


Man Beating a Drum 石刻击鼓像. Qing Dynasty 清 (1644–1911).


Watching Performance Leaning on Balustrade of Side Wall of Song Dynasty Tomb at Sifangcun 四方村宋墓侧壁凭栏观戏图. Song Dynasty 宋 (960–1279).


(Beide 两件) Dragon in the Chamber of Wang Ruo and His Wife’s Tomb at Longshenwan 龙神湾王若夫妻M1/2墓室青龙图. Southern Song Dynasty 南宋 (960–1279).


Ebd.


Eighteen Arhats 十八罗汉像. Qing Dynasty 清 (1644–1911).


Wooden Screen 屏风. Qing Dynasty 清 (1644–1911).


Stone Statues of Guard of Honor from Tombs in Ming Dynasty 明墓仪仗俑 (1368–1644).


Remnant Feet of Buddha 佛像残足. Northern Qi Dynasty 北齐 (550–577).


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Dienstag, 5. Juni 2018
BJ: Kunst im Sommer 2018
Eine weitere Runde.

798

Urs Meile Galerie 麦勒画廊 zeigt Michel Comte: Light III 光之三, 18.5.–10.8.2018:


Erosio (installation) 侵蚀. 2018.


Ebd., Detail.


Ombre 影子. 2018.


Erosion 12/ 13/ 9 侵蚀12/13/9. 2018.


Magician Space 魔金石空间 zeigt Liu Yefu 刘野夫: No Easy Symbolism 没有简单的象征, 15.5.–20.6.2018:


Es wird dich verwerfen als wärst du ein Stück Kartoffel, das die Hände verbrennt 他会像扔掉烫手的土豆那样抛弃你的. 2018.


Doubter on the Grassland 大草原上的豆瓣小组. 2018, Videostill.


Does Europe Like to Be Photographed? (?) 欧洲喜欢被拍照吗?(?). 2018, Videostill.


Platform China 站台中国 zeigt Fu Jingyan 付经岩: Arrow Paradox 飞矢无动, 24.5.–1.7.2018:


Wait for the Next Shock 2/ 3 等待下一次震动2/3. 2016/ 2018.


Longevity 寿. 2017.


2 Street 街头2. 2017.


Tang Contemporary, 2nd Space 唐人北京第二空间 zeigt die Gruppenausstellung New Historical Drama 新编历史剧, 12.5.–30.6.2018:


Xia Xing: (Links 左) Constitutional Movement Far and Wide, Hu Yichuan 广泛开展宪政运动、胡一川. 2017.
(Rechts 右) Our Troops are Coming, Zhang Yangxi 咱们自己的队伍来了、张漾兮. 2017.


Zhang Dali 张大力: (Div.) Visual Machine 视觉机器. 2008.


He Yunchang 何云昌: Weather Forecast: Sunny from 1949 to 2050 天气预报1949–2050年晴. 2002.


Wang Du 王度: Me too. 2018.


Liu Zheng 刘铮: Survivor No. 1–8 幸存者No. 1–8. 2002.


Zhang Dali 张大力: Wind Horse Flag No. 10 风马旗. 2008.


Cai Dongdong 蔡东东: Back from Target Practice 打靶归来. 2016.


Cai Dongdong 蔡东东: The Passage 走不出去的房间. 2016.


Fang Lijun 方力钧: 1996.19. 1996.


Wang Ningde 王宁德: Somedays No. 33/ 06. 2001.


Wang Ningde 王宁德: Somedays No. 75. 2001.


Feng Mengbo 冯梦波: 195806. 2015, Videostill.


Guan Huaibin 管怀宾: Backflow 回流. 2011.


(Vorne 前) Sui Jianguo 隋建国: Legacy 衣钵. 2001.
(Hinten 后) Qin Ga 琴嘎: The Miniature Long March 微型长征. 2002–5.


Qu Yan 渠岩: (Von oben nach unten 从上到下) Church in Baozhuang Village, Town of Kulanz, Suzhou City, Anhui Province 安徽省宿州市褚兰乡包庄村教堂. 2007.
Dong’ergou Qikushan Goddness Church, Jinyuan District, Taiyuan City, Shanxi Province 山西省太原市晋源区洞儿沟七苦山圣母教堂. 2007.
Church in Wanbolin Area, Taiyuan City, Shanxi Province 山西省太原市万柏林区教堂. 2007.


Zhao Liang 赵亮: Intellectual Products 精神商品. 2017.


Ebd.


Song Yonghong 宋永红: (Von oben nach unten 从上到下) A Young Man 一个青年. 2012.
Come off Work 下班. 2017.
Construction Site 工地. 2012.


Tang Contemporary 唐人 zeigt Chen Yujun 陈彧君 und Pannaphan Yodmanee 藩娜藩·尤蔓妮: Time Lapse 延时, 12.5.–30.6.2018:


Pannaphan Yodmanee 藩娜藩·尤蔓妮: Hymn of Trinity 三位一体圣歌. 2018.


Chen Yujun 陈彧君: (Wandbilder rechts 右手墙上的画) Asia Map Series 亚洲地图系列. 2008–16.
(Installation 装置) Temporary Construction Series 临时建筑系列. 2018.


Long March Space 长征空间 zeigt Zhao Gang 赵刚: Acquiring Identity 购买的身份, 16.5.–10.7.2018:


(Oben 上) Map of China 中国地图. 2015.
(Unten links 下左) Portrait of Stalin 斯大林像. 2001.
(Unten rechts 下右) The Women in the Bamboo Forest 竹林里的女人. 2012.


Diabetic 糖尿病患者. 2011.


Pace Beijing 佩斯北京 zeigt Hong Hao 洪浩: Border 边境, 18.5.–30.6.2018:


Reflection No. 18 反光之十八. 2016.


Ever-changing Appearance No. 2 万相之二. 2017.


Beijing Commune 北京公社 zeigt Xie Molin 谢墨凛, 16.5.–23.6.2018, Installationsansicht:






Ginkgo Space 今格空间 zeigt Zeng Hong 曾宏: Quaderni rossi 红色笔记, 16.5.–24.6.2018, Installationsansicht:






Tokyo Gallery 东京画廊 zeigt SHIMURAbros (Yuka und Kentaro Shimura), die momentan und leider etwas zu offensichtlich im Studio von Olafur Eliasson arbeiten, 15.5.–30.6.2018, Installationsansicht:


Trace-Sky Serie.


Chasing the Light.


Space Station 空间站 zeigt Zeng Yang 曾扬: All Buddhas Come Down to the Great One 万佛一元, 12.5.–17.6.2018, Installationsansicht:






Boers-Li Gallery 博而励画廊 zeigt Ye Linghan 叶凌瀚: Lucy Episode 2 Lucy第二集, 26.5.–8.7.2018, und Wang Jiajia 王加加: Pop the Champagne 带你飞, 12.5.–24.6.2018, Installationsansicht:






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CCD

One Way Art 单行道 zeigt Li Manjin 李满金: Park 公园, 2.6.–3.7.2018:


(Mitte 中) A Boy Carrying Water No. 2 提水的男孩No. 2. 2017–18.


Pine No. 1 松No. 1. 2017.


Want to Fly Series 想要飞系列. 2012.


ShanghArt Beijing 香格纳北京 zeigt David Diao 刁德谦: Shadows of Forgotten Ancestors 远祖的阴影, 24.5.–24.7.2018:


Barnett Newman Paintings in 1965 8th Sao Paulo Biennial 在1965年的圣保罗双年展上的巴奈特纽曼绘画. 2016.


(Oben 上) Shadows of Forgotten Ancestors 2 远祖的阴影2. 2017.
(Unten 下) Shadows of Forgotten Ancestors 1 远祖的阴影1. 2017.


White Space 空白空间 zeigt Liu Wentao 刘文涛: Meta 元, 12.5.–20.6.2018, und Zhang Zipiao 张子飘: The Ultimare Moist 极度湿润, 12.5.–20.6.2018:


Liu Wentao 刘文涛: Untitled 无题. 2017.


Liu Wentao 刘文涛: Untitled 无题. 2017.


Zhang Zipiao 张子飘: Sink 洗手池. 2018.


Zhang Zipiao 张子飘: Meat Mate 鲜肉伙伴. 2018.


Zhang Zipiao 张子飘: Meat Market 鲜肉市场. 2018.


De Sarthe Gallery 德萨画廊 zeigt Mak Ying Tung 2 麦影彤二: The Anything Machine 任意机器, 26.5.–22.7.2018:


The Fool Wants to Move the Mountain 愚公移山. 2018.


Running on Taobao 1/ 2/ 3 在淘宝上狂奔1/2/3. 2018.


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Samstag, 7. April 2018
BJ: Kunst im Frühjahr 2018
Zunächst zu den besonders sehenswerten Ausstellungen aktuell im 798:

Pace Beijing zeigt weiterhin Yin Xiuzhen 尹秀珍: Back to the End 以终为始, 14.12.2017–7.4.2018:


Planting 种植. 2017.


Trojan 木马. 2016–7.


Im Pace dazu Xiao Yu 萧昱: Translocation 昜位, 16.3.–28.4.2018:


Translocation No. 18 昜位No. 18. 2017.


(Hinten v.l.n.r. 后面从左到右) Translocation No. 2 昜位No. 2; Translocation No. 20 昜位No. 20; Translocation No. 18 昜位No. 18. 2017.


Translocation OD 昜位OD. 2018.


Tang Contemporary 唐人 zeigt Zhu Jinshi 朱金石: The Ship of Time 时间的船, 10.3.–30.4.2018, Installationsansicht:


The Ship of Time 时间的船. 2018.


Ebd.


Long March Space 长征空间 zeigt Liu Wei 刘韡: Shadows 幻影, 18.3.–6.5.2018, Installationsansicht:


Shadows 幻影. 2018, Detail.


Period 周期. 2018.


Ebd., Detailansicht.


Das UCCA zeigt in der Haupthalle Sarah Morris 萨拉·莫里斯: Odysseus Factor 奥德赛, 24.3.–16.6.2018, Installationsansicht:




Und nun weiter im sanften Übergang mit diesem und jenem im 798:

Das UCCA zeigt außerdem Xie Nanxing 谢南星: Spices 香料, 17.3.–27.5.2018:


Spices No. 1 香料No. 1. 2016.


Spices No. 3 香料No. 3. 2016.


Spices No. 2 香料No. 2. 2016.


O. A., vermutlich zu ebd.


Spices No. 7 香料No. 7. 2017.


Sowie im UCCA Chang Yun-han 张允菡: New Directions 新倾向, 24.3.–27.5.2018, Installationsansicht:








Zum Gallery Weekend Beijing 画廊周北京 war neben den vertretenen Galerien das eine oder andere Projekt auf den Plätzen zu sehen, 23.–30.3.2018:


Tong Kunniao 童昆鸟: Art Trash 世界上最大的艺术垃圾桶. 2017, bei Platform China 站台中国.


Ebd.


Hive 蜂巢 zeigt Yu Feifei 于霏霏: Gaze 色目, 15.3.–16.4.2018:


The Sound of Silence 无音之声. 2015.


Study of Gaze No. 1 关于“凝视”的研究之一. 2017.


Study of Gaze No. 2 关于“凝视”的研究之二. 2017.


Study of Lover’s Eyes 对“情人的眼”的研究. 2015.


Study of Refinement of Folly No. 1 关于“精炼的愚蠢”的研究之一. 2014.


Im Hive 蜂巢 außerdem Guo Gong 郭工: Qie-Wen 切问, 15.3.–16.4.2018:


Pine No. 7 一棵松No. 7. 2017


O. A.


Qie-Wen – Stainless Steel B-6, 7 切问–不锈钢B-6,7. 2017–2018.


Gallery Yang 杨画廊 zeigt Zhang Yue 张玥: If I Could 山鹰之歌, 23.3.–13.5.2018, Installationsansicht:




(2016 Chinese Citizens Shooting Competition Scores List 2016年度中国公民射击比赛成绩排行榜)
Rankings 排名榜单. 2016–2017.


Snatch a Gun 夺抢. 2014.


The North Myanmar Way 缅北战事. (2015?)






(Tally Book of Kim Jong-Nam 金正男的一本账本曝光)
Democratic People’s Republic of Korea 朝鲜. 2017.


Ebd., Detail.


Ebd., Detail.


The Massacre of Los Angeles 屠城洛杉矶. 2017.


The Rules of Conduct of Prisoners 监狱服刑人员行为规范. 2006.


Ginkgo Space 今格空间 zeigt Zhang Fan 张帆, 23.3.–5.5.2018:


Study in Grey and Brown over White an Black Surface No. 2 覆盖在白色,黑色表面的灰色以及棕色的习作之二. 2009.


Improvisation No. 6-3 急就章第六组之二. 2017.


Tokyo Gallery 东京画廊 zeigt Zhu Lan 朱岚: Spanning 穿越, 1.3.–28.4.2018:


生系列. 2015–2017.


生系列. 2015–2017.


穿行. 2017.


Hadrien de Montferrand Gallery zeigt New York By Night, 23.3.–6.5.2018:


Jacqueline Humphries: Untitled. 2016.


Rirkrit Tiravanija: Untitled. 2017.


Beijing Commune 北京公社 zeigt Richard Deacon 理查德·迪肯: New Sculpture 新雕塑, 17.3.–12.5.2018, Installationsansicht:




New Alphabet GHI 新字母GHI. 2017.


Boers-Li Gallery 博而励画廊 zeigt 5x Berlin 柏林5个展 mit Thomas Kiesewetter 托马斯·基塞韦特, Jonathan Meese 乔纳森·米斯, Anselm Reyle 安塞姆·雷尔, Thomas Scheibitz 托马斯·塞比茨 und Katja Strunz 卡佳·施特龙茨, 23.3.–29.4.2018, Installationsansicht:


Skulptur von Thomas Kiesewetter 托马斯·基塞韦特(雕塑), im Hintergrund Jonathan Meese 乔纳森·米斯(绘画), o. A.


Katja Strunz 卡佳·施特龙茨, o. A.


Platform China 站台中国 zeigte All Liu Gangshun 所有——刘港顺, 23.12.2017–1.4.2018:


After Missing the Recluse 寻隐者不遇. 2014.


Everything Turns into Silence 一切都归于寂静. 2010.


Every Power Turns into Imagination 一切权利归想象. 2010.

Und auch in China weiß man die Antwort auf alles, im Hinterraum:


Russia! O. A.


Platform China 站台中国 zeigt Fu Rao 傅饶: Century 世纪, 7.4.–20.5.2018:


O. A.


Family Q. Q.家庭. 2017.


Legend 传说. 2017.


Century – 1 世纪-1. 2018.


Century – 10 世纪-10. 2018.


Century – 7 世纪-7. 2018.


Tabula Rasa Tabula Rasa画廊 zeigt Ma Haijiao 马海蛟: Happy Valley 快乐区城, 24.3.–29.4.2018:


O. A. (Do clouds gather and part by appointment? 云彩是否聚散有时?)


zapbeijing zeigt Mana Yamaguchi 山口真和 und Zhang Meng 张萌: Auf dem neuen Boden, 7.4.–7.5.2018:


Zhang Meng 张萌: (Beide 两件) Ga_nseka_fig 鹅笼. 2017.


Mana Yamaguchi 山口真和: (Links 左) A Child in the Box. 2012. (Rechts 右) A Man in the Box. 2012.


Tang Contemporary, 2nd Space 唐人北京第二空间 zeigt Zhu Jinshi 朱金石: Rejecting River Currents 拒绝河流, 10.3.–30.4.2018, Installationsansicht:








Galleria Continua 常青画廊 zeigt Carsten Höller 卡斯滕·霍勒: Method, 23.3.–2.6.2018, Installationsansicht:




Space Station 空间站 zeigt Wang Rongzhi 王荣植: Shit and Gold 米共金, 17.3.–22.4.2018, Installationsansicht:


Next (bzw. ev.: Nest) No. 8 巢 No. 8. 2015.


Div. 2012–2016.


Div. 2013.


Next (bzw. ev.: Nest) No. 1 巢 No. 1. 2013.


Magician Space 魔金石空间 zeigt Liang Wei 梁伟: Before Itself 临其境, 22.3.–6.5.2018:


Near the Entrance 关口附近. 2016.


Not Retained 亦非留存. 2017.


Whitebox 白盒子 zeigt Li Xianggang 李向阳: The Wound Is Healing 创伤正在愈合, 10.3.–20.4.2018:


Narrative 12 叙事12. 2017.


Energy 能量. 2017.


Urs Meile Galerie 麦勒画廊 zeigt Shao Fan 邵帆: Recent Works 近作 (Website aktuell nicht verfügbar), 23.3.–6.5.2018:


Yu Han Rock 昱寒石——似山非石. 2017.


(Hinten 后面) Hand-licking Rabbit No. 2 舔手兔之二. 2016. (Vorne links 前左) Rose Table, No. 1 玫瑰条桌,No. 1. 2017. (Vorne rechts 前右) Ring, No. 1 圈,No. 1. 2013.


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Im Caochangdi (CCD):

One Way Art 单行道 zeigt die von der Jiejue Corporation 孑孓社 kuratierte Gruppenausstellung etlicher aus dem einstigen Künstlerdorf Heiqiao nach Yida in Songzhuang, einem umgewandelten Künstlerviertel einer ehemaligen Elektrofabrik, gezogenen Künstler – inklusive, und das ist sowohl das Besondere als auch besonders Schlaue, weil diese involvierend, mit Teilnahme der beiden Pächter der jeweiligen Viertel, die sich auf dem Plakat einen Handschlag geben (von Heiqiao-Zhang heißt es, er habe sich statt der Miete gelegentlich in Kunstwerken auszahlen lassen, was Abhängigkeiten wiederum im Licht von Gefallen erscheinen lässt): The Singing of Yida 怡达信歌声, 23.3.–20.5.2018:


Plakatankündigung 展览海报. 2018.


Hierzu links und rechts an den Wänden die Beschreibungen:


(Links) Zhang Baoxing: He constructed the No. eight street-two (erdao bahao), Miaopu Art District in Heiqiao in the end of 2006. But the Art District was disappeared because of land expropriation and house removal.(左)张宝兴:2006年底兴建黑桥苗圃艺术区二道八号院;2017年七月因征地拆迁,二道八号院消失


(Rechts) Hong Zhiping: The Songzhuang Yida Electric Appliance Factory was transformed into the Songzhuang Yida Art District in early 2017 by Hong Zhiping.(右)洪志平:于2017年初将宋庄怡达电器厂改造为宋庄怡达艺术区


Zhang Baoxings Wahl 张宝兴的选择: (Links 左) Yang Jian 杨建: From Now On 从今天开始. 2017. (Rechts 右) Chen Han 陈晗: Uneasy 不安. 2016.

Es gibt ebenfalls eine Auswahl von Hong Zhiping, beide im Hauptraum unten. Das habe ich allerdings erst im Nachhinein verstanden und vor Ort nicht aufgenommen. Die weiteren folgenden Arbeiten hingen im Eingang sowie oben und entstammen der Auswahl der Jiejue Corporation 孑孓社, das sind He Xun 贺勋, Dai Chenlian 戴陈连 und Feng Xi 冯兮, alle mit Angaben, wann die jeweiligen Künstler in Heiqiao gewohnt haben, und wann sie nach Yida umgezogen sind, meist ab Mitte der Nullerjahre in Heiqiao, 2017 nach Yida.


Liu Xudong 刘旭东: Mirror 镜子. 2011.


Ou Jin 欧劲: Untitled No. 112 无题112. 2018.


Ou Jin 欧劲: Untitled No. 111 无题111. 2018.


Ebd., Detail.


ShanghArt Beijing 香格纳北京 zeigt Liu Xiaohui 刘晓辉: Movements 两个动作, 4.3.–8.4.2018, Installationsansicht:








Telescope 望远镜 zeigt Jan van der Ploeg 扬·范·德·普勒格: Wall Painting 墙面绘画, 31.3.–30.5.2018, Installationsansicht:




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Das Yuan Museum 元典美术馆 im nördlichen Wangjing zeigt Feng Lianhong 冯良鸿: Loose Abstraction 散漫的抽象, 21.3.–20.6.2018:


18-2-2. 2017.


(Links 左) 17-8-3. 2017. (Rechts 右) 17-9-1. 2017.


17-5-6. 2017.


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Red Brick Art Museum 红砖美术馆 in Cuigezhuang zeigt Olafur Eliasson 奥拉维尔·埃利亚松: The Unspeakable Openness of Things 道隐无名, 25.3.–12.8.2018 (Tickets wochentags 120 RMB, feiertags 160 RMB):


The Unspeakable Openness of Things 道隐无名. 2018.


Water Pendulum 水钟摆. 2010.


Chronobiological Sphere 生物钟球体. 2018.


Map for Unthought Thoughts 未思之思图志. 2014.


Rainbow Assembly 聚合彩虹. 2016.


Ebd.


Tomorrow Resonator and Yesterday Resonator 明日共鸣器与昨日共鸣器. 2018.


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In den Hutongs:

Im neuen Space von Xia Yanguo 夏彦国 und Zhao Xing 赵星, im de – Art Center 的⎮艺术中心 hinten beim Herrenhaus von Duan Qirui, läuft Ju Anqi 雎安奇: 1.5~2℃ Lower than Body Temperature 比体温低1.5~2℃, 20.3.–14.4.2018, Installationsansicht:






Die Arrow Factory 箭厂空间 zeigt Zhang Liaoyuan 张辽源: Frame 取景, 20.3.–20.5.2018, Installationsansicht:






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Ein Nachschub aus Huantie vom 14.4.:

Huang Ruis Cloud House 黄锐白云馆 zeigt Niko de la Faye: The Stone 一块石头, 14.–22.4.2018, Installationsansicht:






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Montag, 4. Dezember 2017
BJ: Kunst gen Winter 2017
Wir streifen weiter.
Holen noch ein wenig aus dem Herbst herüber.
Im 798 gab und gibt es folgendes zu sehen (ungefähr chronologisch):

Soka 索卡艺术 zeigte Gu Liming 顾黎明: Transformation of Abstraction 从马王堆到山水赋, 5.8.–23.9.2017:


《山水赋》唐三彩.


枯山水.


山水赋 No. 29. 2017.


山水. 1990.


Dunhuang 敦煌(草图2). 2001.


Beijing Commune 北京公社 zeigte Zhou Yilun 周轶伦: Marie Montana 马利·蒙大拿, 19.7.–2.9.2017, Installationsansicht:










Ginkgo Space 今格空间 zeigte Zhang Xuerui 张雪瑞: Recent Works 新作, 2.9.–17.10.2017:


100 20170(Monat)-(Buchstabe). Serie, 2017.


Ebd.


Boers-Li Gallery 博而励画廊 zeigte Liao Guohe 廖国核: Devil Empire 恶克思, 9.9.–15.10.2017:


Untitled (tear, money, „fortune“, jewellery) 无题(眼泪 金钱 福 珠宝). 2016.


Links 左: JJ Dragon JJ龙. 2016.
Rechts 右: Jingguo Eliminated the Official 经国锄宫. 2017.


„作品《十个月光》,因某些原因已撤展。Due to current official regulations, the work ‚Ten Moonlight‘ has been removed from the exhibition.“
Es geht wieder los, wegen Gewaltverherrlichung und Anstiftung zum Selbstmord, so lautete hier die Begründung.


Mou Art 妙有艺术 zeigte von Sun Yidian 孙一钿, Tian Qi 田琦 und Zeng Yang 曾扬: 隐秘之物, 2.9.–19.10.2017, Installationsansicht:






Platform China 站台中国 zeigte Wu Weijia 吴维佳, 23.9.–28.10.2017:


Face to Face 面对面. 2017.


Saint Seiya 圣斗士. 2017.


Great Painting Park 名画公园. 2016.


Contrarotate 逆时针旋转. 2017.


Tang Contemporary, 2nd Space 唐人北京第二空间 zeigte Zhao Zhao 赵赵: Desert Camel 骆驼, 23.9.–2.10.2017, Installationsansicht:





Danach lief weiter von Zhao Zhao 赵赵: In the Desert Below a Constellation – In the Sky 天空·星空, 7.10.–8.11.2017.

Tolle neue Räume, aber muss das mit dem Kamel sein – ob nun mit oder ohne marmorne Wasser- und Futterkrüge? Habe hin- und herüberlegt, ob ich es überhaupt poste, vielleicht also als Fragezeichen. Die riesigen gemalten und gestickten durchschossenen Glaswände und Wolkenformationen im 2. Teil waren mir dann aber doch zu blöde.


N3 Gallery N3画廊 zeigte die Gruppenausstellung Southern Climate 南方状态, 27.9.–10.11.2017:


Fong Fo 冯火: 新世界. 2017.


Ebd.


Lu Wei HD Channel 滷味高清小组: 都市情缘. 2017.


Chow Chunfai 周俊辉: 我是歌手一专业眼泪. 2017.


Ebd.


Gallery Yang 杨画廊 zeigte Chen Baoyang 陈抱阳: Do Androids Dream of Electric Cows? 仿生人会梦见电子奶牛吗, 28.9.–19.11.2017, Installationsansicht:



So wie gleichzeitig in der Faurschou Foundation mit VR-Brillen und -Ästhetik experimentiert wurde. Besonders beeindruckt es mich nicht, weder von der rudimentären Technik noch von der Umsetzung – man bekommt eine Brille auf und findet sich in einem virtuellen Raum wieder, der genauso wie reale Räume Wände hat, nur das hier dann in wilden Farben alles mögliche durch die Gegend fliegt. Einzig der Aufbau in den Galerien war in Ordnung.

Leider hat Gallery Yang inzwischen wieder ihr Café geschlossen, im hinteren Courtyard gibt es dafür nun ein Stück Mauer, o. A.:




Galleria Continua 常青画廊 zeigt Carlos Garaicoa 卡洛斯·加莱高亚: Bestiary 动物寓言集, 23.9.–17.12.2017, Installationsansicht:










Mariano Space 马亚诺空间 zeigte Sun Ce 孙策: Painting about Painting 关于绘画的绘画, 10.–31.10.2017:


Moving Landscape Color No. 29 移动山水29号. 2013–17.


Blankness No. 68 空白68号. 2015.


Blankness No. 166 空白166号. 2017.


Blankness No. 177 空白177号. 2017.


Moving Landscape on Paper No. 19, Part A 移动山水纸上19号A部分. 2013.


Moving Landscape on Paper No. 34 移动山水纸上34号. 2013.


Moving Landscape Color No. 3–4 移动山水3–4号. 2015.


Space Station 空间站 zeigte Meng Site 孟思特: Stardust Museum 星尘博物馆, 23.9.–5.11.2017:


Stardust Museum 星尘博物馆. 2015–7.


Farewell to the Museum 博物馆的告别. 2016.


Maze 迷宫. 2015–6.


Tang Contemporary 唐人 zeigte Liu Yujia 刘雨佳: The Beach, A Fantasy 海滩, 7.10.–23.11.2017:


„We have just thrown our bonus money into the Pacific. 生活并不意味着安逸,这是在让事情更难办。“ 2017.


Wave 海浪. 2017.


„Life wasn’t meant to be easy. This is making things hard. 我们把钱都扔进了太平洋。“ 2017.


MoShang Experiment 陌上实验 zeigte Gao Xiyue 高夕越: Draw an Analogy 打比方, 28.10.–12.11.2017, Installationsansicht:








Hive 蜂巢 zeigte Tu Hongtao 屠宏涛: Melting Point of Desire 欲望的熔点, 22.10.–30.11.2017:




Rational Light 理性的光. 2014–5.


Div.


Div.


Weeds 荒草. 2016–7.


Soka 索卡艺术 zeigte Zeng Jianyong 曾健勇: Conjurer 戏法, 14.10.–3.12.2017:


Mountain House 山间堂. 2017.


The Big Wild 大诸野. 2017.


The Other Side 彼岸. 2017.


Collection No. 01–03 藏品01–03号. 2017.


Ginkgo Space 今格空间 zeigte Chen Ruobing 陈若冰: River of Light, 28.10.–3.12.2017, Installationsansicht:






Painting BoLe Art PBL画伯乐 (neben Montferrand in der 七星东街) zeigt An Exhibition With No Curator 一个没有策展人的展览, 4.11.–9.12.2017, Installationsansicht:


O. A.


Der neue Projektraum zapbeijing (nahe bei Tor 2 der 797 Straße) zeigt eine Gruppenausstellung mit Künstlerbüchern On Paper One 艺术家书, 25.11.–10.12.2017:




Zhi Jin 纸今: Pause 停顿. 2017.


Zhai Liang 翟倞: Note 笔记. 2013.


Jian Ce 简策, o. A.


Tokyo Gallery 东京画廊 zeigt Liu Qinghe 刘庆和: The Time of the Year 一年之际, 5.11.–9.12.2017:


O. A.


Big Bed 大床. 2017.


Kurz ins Caochangdi, dort feierte Ying Gallery 颖画廊 ihr 5th Anniversary 五周年纪念展, 22.10.–Ende November 2017:


Wong Perng Fey 黄鹏辉: Traces #16. 2017.


Ying Space 应空间 zeigt die Gruppenausstellung Le Printemps de Pekin 北平之春 (Galeriewebsite noch nicht geupdated), 5.11.–15.12.2017, Installationsansicht:










XC.Hua Galleries 户尔北京 hat neu eröffnet und zeigt Dai Dandan 戴丹丹: Hopscotch 跳房子, 18.11.–18.12.2017:




Stripe 24 条纹24. 2017.


Room 15 房间15. 2017.


Telescope 望远镜 zeigt Zhang Ruyi 张如怡: Decoration – Dump 装修——路边, 18.11.2017–12.1.2018:






Zurück ins 798, Platform 站台 zeigt die Gruppenausstellung Jungle III: Common 丛林III——寻常, 5.11.–17.12.2017:


Zhao Tingyang 赵汀阳: My Borderland 我的边疆. 2011.


Ebd., links 左: Socrates: Know Thyself 苏格拉底:认识你自己. 2017.
Rechts 右: The Solution to the Baber’s Paradox 理发师悖论的解决. 2010.


Tang Hui 唐晖: Landscape in My Diary 日志风景系列. 2016.


Ma Ke 马轲, links 左: Spiral 圈. 2012.
Ebd., rechts 右: Game No. 1 游戏1. 2012.


Xu Dawei 徐大卫: A Red Sun 一轮红日. 2017.


Liu Cong 刘聪: Plaster Figure 石膏像. 2017.


Ye Qing 叶庆: Spirit Unter Exposure 情怀被烈日暴晒. 2017.


Lin Cong 林枞: Portrait 肖像. 2017.


Ge Hui 葛辉: A Sunburnt Girl 被阳光晒过的女孩. 2017.


Xu Dawei 徐大卫: Untitled 无题. 2017.


Jia Aili 贾蔼力: Youhou 友厚. 2017.


Hadrien de Montferrand Gallery zeigt Barthélémy Tuguo 巴尔德莱米·图果: Fragile Body 易碎之躯, 28.10.–31.12.2017, Installationsansicht:






Mo Cube 墨方 (östlich von Whitebox in der 706北二街) zeigt Zheng Jing 郑菁: Room 39 39号房间, 5.11.2017–7.1.2018, Installationsansicht:








Magician Space 魔金石空间 zeigt die Doppelshow Wang Bing 王兵: Experience and Poverty 经验与贫乏 und Liu Zhan 刘展: The Mysteries of Animal Reproduction 探索动物繁殖的奥秘, 18.11.–31.12.2017:


Liu Zhan 刘展, o. A.


Qiaoshe Gallery 桥舍画廊 zeigt die Gruppenausstellung Betrayal Reality 背叛·现实, 25.11.–20.12.2017:


Enrique Brinkmann: White. 2011.


An Desheng 安德生, o. A.


Whitebox 白盒子 zeigt Beyond the Sphere of Reproduction, Contemporary Photography from China and Germany 复制之外——中德当代摄影展, 25.11.–23.12.2017:




Wang Ningde 王宁德: No Name No. 25 无名No. 25. 2016, Detail.


Xu Yong 徐勇: Our Courtyard At My 11 Years Old 11岁的弄堂. 2009.


Michael Schnabel, o. A.


Andreas Gefeller: Tokyo. 2012.


Gallery Yang 杨画廊 zeigt die Gruppenausstellung A Separation 一次别离, 25.11.–31.12.2017:


Zhu Tian 朱田: Waiting Like A Prostitute, Half Shamed Half Despairing 像妓女一样等待,一般羞耻一半悲伤. 2015.


Xie Qi 谢其: Portrait in Green Light 绿色光肖像. 2009.


Link Gallery 力画廊 zeigt Siu Man Kit 萧文杰: Concrete Darkness 黑块, 25.11.2017–1.1.2018:


Egg Block 蛋·块状. 2017.


Shade 17–18 阴影17–18. 2014.


Tang Contemporary 唐人 zeigt H.H Lim 林辉华: The Mental Trip 画地为牢, 25.11.2017–6.1.2018:


The Mental Trip 画地为牢. 2017, Detail.


Ebd.


Horizon Space 瀚艺术空间 zeigt Lu Lin 卢琳: 梦境·旁观, 25.11.2017–15.1.2018:


连线5. 2017.


蓝3. 2017.


Urs Meile Galerie 麦勒画廊 zeigt Cao Yu 曹雨: I have an Hourglass Waist 我有水蛇腰, 4.11.2017–28.1.2018:


Vorne 前: The Colorful Clouds 彩云. 2017.
Hinten 后: The Female Artist 女艺术家. 2017.


Vorne oben 前上: The End 散场. 2017.
Hinten Wand 后墙上: The Colorful Clouds No. 2 彩云No. 2. 2017.


Vorne 前: Living, Nothing to Explain 活着,没什么好解释的. 2017.
Hinten 后: Detail No. 3 细节No. 3. 2017.


Beijing Commune 北京公社 zeigt Hu Xiaoyuan 胡晓媛: Grass Thorn 草刺, 5.11.2017–10.2.2018, Installationsansicht:














Long March Space 长征空间 zeigt Chen Chieh-jen 陈界仁: A Field of Non-Field 中空之地, 28.10.2017–2.4.2018, Installationsansicht:








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Außerhalb vom 798 ging ebenfalls dieses und jenes. Unter anderem interessant war es innerhalb des östlichen 4. Rings unterhalb von Guomao. Die gesamte dortige Straße, die Hongyan lu 弘燕路, soll einem Investor gehören. Vor seinen Compoundtrassen ziehen sich Verkaufsshops mit obligatorischen Autoläden und sonst allem, was dazugehört. Auf dem Fußweg davor einige der im Volke allseits beliebten Bronzestatuen alltäglicher Szenen mit Mensch in Aktivität. Essentiell ist in solch einem Fall mittlerweile natürlich zusätzlich immer ein Privatmuseum, schließlich möchte man entweder kulturell locken oder sich kultiviert zeigen.





Das Riverside Art Museum 山水美术馆 war auch insofern eine Reise wert, als seine Ausstellungsflächen unterirdisch in einer ehemaligen Tiefgarage zu finden sind. Auf tausend weiß gestrichenen Quadratmetern zieht es sich relativ flach und ewig hin, mit Säulengängen und Kabelkanälen alles feinstens industriell ausgestattet. Es lief Zhu Xianwei 朱贤巍: All the World Is Green, 10.–18.10.2017:


Rechts 右: A Letter to a Friend 1 给朋友的一封信1号. 2013.


Div.


Links 左: All the World Is Green 1. 2017.


All the World Is Green 10. 2017.


All the World Is Green 4. 2017.


Ursprung 3–5 源头3–5号. 2017.


Ursprung 1 源头1号. 2017.


Dann gibt es einen neuen Space in Huantie 环铁艺术城: Otherwhere 别处, erste Gruppenausstellung lief am 15.10.2017:




Um Duan Qiruis Herrenhaus 段祺瑞旧址, hinter dem Yugong Yishan (Zhangzizhonglu 3), eröffnen gerade die ersten Nonprofit Spaces. Sollte man im Auge behalten, obwohl man aus dieser ersten Schose im Bunker mehr hätte machen können – abgesehen davon, dass es immer gut ist, in Bunker hineinzusehen, gibt es hier tatsächlich sonst nicht viel mehr. Die Sound- und Lichtinstallationen sind Licht an/aus mit Zeitansagen über fünf Minuten, wie lange einem noch bleibt, achja, und die Tür wird währenddessen verriegelt. Groß angekündigt mit großem Namen und alle liefen wir herbei: Zhang Peili 张培力: No Network 没有网络, 4.11.2017–15.3.2018:




Allseits einen guten Winter!


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Samstag, 23. September 2017
BJ: Kunst im September und „Deutschland 8 德国8“
Kunstschauen wird einem im 798 seit diesem Jahr nicht gerade vergolten. Dem westlichen Konzept nach nehmen Museen und Einrichtungen von Stiftungen, Nonprofits und andere Eintritt, um sich neben den Subventionen weiter zu finanzieren und auch mit der etwas didaktischen Begründung, dem Besucher die Wertschätzung von Kunst zu vermitteln. Dass es etwa in den meisten deutschen Museen gleich zehn oder mehr Euro sein müssen, finde ich übertrieben. China geht hier den Weg der Volksbildung, und seit 2013 sind alle nationalen Museen gegen Vorlage der ID-Karte oder des Reisepasses kostenlos (wobei man vielleicht lieber zahlt als getrackt zu werden).

Zur weiteren Finanzierung gibt es das Konzept der Museumsshops für Bücher und Souvenirs und der angeschlossenen Cafés – Büchereien sind natürlich immer gut, genauso gut ist die Schaffung eines Ortes zur Begegnung. Gibt es hier ebenfalls und wird angenommen. Auch mehr und mehr Galerien im 798 richten Cafés ein – Boers-Li Gallery, Yang Gallery, Mariano Space –, super Sache. Daneben aber nehmen nun vermehrt Galerien Eintritt. Es sei eigentlich unnötigerweise gesagt, dass es nicht darum geht, knausrig zu sein, sondern dass Galerien sich über den Verkauf der von ihnen angepriesenen Kunstwerke finanzieren bzw. mittlerweile eher über die Kunstmessen, dass aber ihre Orte Präsentationsflächen ihres Angebots darstellen. In Galerien Eintritt zu nehmen, ist, als würden Ikea oder Adidas, Gucci oder Lamborghini Eintritt verlangen, damit man sich ihre Waren ansehen und kaufen dürfe.



Das UCCA ist eine gemeinnützige Einrichtung, der Eintritt dort wird auch immer teurer, aber das geht zähneknirschend in Ordnung, denn wir brauchen diese Institution. Dass die Pace Gallery mit ihrer halbjährigen Show teamLab wochenends 125 Kuai und wochentags 80 Kuai nimmt und den Rundgang im Verkaufsshop enden lässt, dass man sich nebenbei bemerkt mit seiner Handynummer registrieren muss, um dann mit Werbung beschallt zu werden, ist absolut unverhältnismäßig. Gut, es handelt sich um eine extrem kostspielige Ausstellung, aber dass der wachsende Kunstmarkt nach stetig bombastischeren und damit teureren Shows schreit, sollen die Galerien doch bitte selbst regeln, sollen sie sich doch neben Basel, Miami, Hongkong, neben all den jährlich neu in den Städten aufpoppenden Messen tiefer und tiefer in ihren diesen Sud hineindrehen, dies jedoch nicht auf die Besucher umverteilen.

Ich würde auch meckern, wenn der Eintritt in die Pace nur 20 Kuai beträgt. Natürlich sind die Verhältnisse hier anders, ganz vorneweg muss jegliche Einrichtung mit der Masse nicht nur der Besucher, sondern vor allem des Laufpublikums fertig werden – und um sich und die ausgestellte Kunst vor einfallenden Horden zu schützen, mag ein kleiner Eintritt zur Abschreckung ein valider Grund sein. Oder auch wieder nicht, deutsche Museen halten den Klingelbeutel auf und stellen bellendes Personal an jede Säule. Vielleicht ist es auch nur ein Versuch, doch beschwert sich hier ja niemand außerhalb des privaten Kreises (und ich schreibe nicht auf Chinesisch und freue mich bereits, wenn ein Post im dreistelligen Bereich angeklickt wird). Fängt man einmal mit Eintritt an, bestimmt acht Galerien nehmen mittlerweile 5, 10 oder 20 Kuai, schließen sich immer weitere an und es wird normal. Momentan versuche ich noch wacker, dafür grumpelnd bei Sichtung eines verlangten Entgeltes vorbei- oder wieder hinauszugehen, momentan höre ich dies auch von befreundeten Künstlern. Fragt sich, wie lange noch, bevor wir nur etwa im Goethe-Institut oder bei Urs Meile willkommen sind.

Diese lange Blase will eigentlich nur sagen, dass ich gar keinen wirklichen Überblick mehr über die im 798 ausgestellte Kunst liefern kann. Ich feuer mich quasi selbst und versuche gleichzeitig, mich an den letzten Strohhalmen festzuhalten. Ein Aufruf von Sponsorenschaften fürs Kunstschauen wäre widersinnige Bezahlung für Werbung für Galerien, aber wer möchte … (ich kann ja mal eine Preisliste erstellen, rein aus analytischen Gründen, versteht sich, meine WeChat-ID: youjia9858).




Space Station 空间站 zeigte Li Dafang 李大方: A Leftist 一个左派, 12.8.–17.9.2017:


Hole 洞. 2017.


Wife 妻子. 2016.


A Dwarf 一个矮子. 2017.


Xiaoying Street 小营的街. 2013.


Ebd., Detail.


Tang Contemporary 唐人 zeigte A Chemical Love Story 化学之爱, 5.8.–16.9.2017:


Musquiqui 致颖: The Alp 梦魇. Videostill, 2014.


Ebd.


Mariano Space 马亚诺空间 zeigte Ding Wei 丁炜: It Seems Always Wrong No Matter How I Paint 怎么画都是错的, 1.–14.9.2017:


A Landscape 景观. 2015.


Magician Space 魔金石空间 zeigt Tang Yongxiang 唐永祥, 2.9.–15.10.2017:




Galerie Urs Meile 麦勒画廊 zeigt Cheng Ran 程然: A Diary of a Madman 狂人日记, 9.9.–22.10.2017:



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Nun aus Caochangdi.




White Space 空白空间 zeigt Li Shurui 李姝睿: LSR – Deep White 深白, 2.9.–13.10.2017:






Telescope 望远镜 zeigt Cheng Peng Yang Shuangqing 程鹏 杨双庆, 17.9.–11.10.2017:


Cheng Peng 程鹏.


Yang Shuangqing 杨双庆.


Ebd.


Ink Studio 墨斋 zeigt Dai Guangyu 戴光郁: Making Traces 印痕, 10.9.–20.10.2017:




Derweil waren die Abrissbirnen weiter fleißig, nun also auch im Caochangdi.








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Nach „China 8“ in Deutschland 2015 gibt es dieses Jahr nun „Deutschland 8“ hier in Beijing. Große Sause, Minister, Wirtschaftsbosse und Sammler reisen zur Huldigung an, für chinesische Künstler und Kunstinteressierte ist es eine gute Sache, die wichtigsten Werke der vergangenen siebzig oder so Jahre Kunst aus Deutschland vereint zu sehen. Immerhin gibt es dazu in der Whitebox im 798 ein wenig junge Kunst zu sehen, wenn auch besonders der größeren Leinwand von Matthias Weischer mehr Raum zur Betrachtung gutgetan hätte.

Leider wirkt es allerorts ein wenig lustlos zusammengeworfen und abgesehen von den medialen Unterteilungen relativ konzeptlos. Grinsen musste ich bei den teilweisen Anblicken hinter Glas, etwa bei den Skulpturen von Abraham David Christian im CAFA Museum, in Deutschland würde man wohl nicht auf solch eine Barrikadeidee kommen.

Schade, dass es keine eigene Website für beide Seiten gibt, wo man Werke und Akteure nachsehen, verbinden, miteinander in Beziehung setzen könnte, eventuell auch über die Veranstaltungen hinaus nutzbar. Dieser Link von der CAFA listet alle Orte und Künstler auf: 央美 德国8.

„Deutschland 8 德国8“, vom 16.9.2017
–29.10. im CAFA Museum 中央美术学院美术馆;
–20.10. im Taimiao Temple 太庙艺术馆;
–22.10. im Minsheng Museum 北京民生现代美术馆;
–22.10. im Red Brick Museum 红砖美术馆;
–12.11. im Today Art Museum 今日美术馆;
–31.10. im Yuandian Museum 元典美术馆;
–31.10. im Whitebox Art Center 白盒子艺术馆.


Dafür gibt es vom Magazin Monopol nach der Eröffnung durch Außenminister Sigmar Gabriel dieses Schmankerl: Rüstungskonzern als Sponsor: Künstler der "Deutschland 8"-Schau in Peking distanzieren sich von Rheinmetall, 19.9.2017 (gefunden von Leonie). Und hier die Stellung der Bonner Stiftung für Kunst und Kultur auf die Kritik, Nach Künstler-Protest, in Aussicht gestellt wird eine „Diskussionsveranstaltung (…) noch während der Ausstellungslaufzeit“, 20.9.2017.

Während sich im Foyer des CAFAM die Eröffnungsansprachen die Hand reichten, konnte man in den 3. Stock und nach den gerade gesehenen Schätze in der Verbotenen Stadt hier ein wenig weiter- und gegen die heiße Luft unten anschwelgen: „The Dimension of Tradition 传统的维度“, 5.7.–24.9.2017 im und aus der Sammlung vom CAFA Museum:


Dong Bangda 董邦达: 仿天游山水图. Qing-Dynastie (1644–1911), Detail.


Shi Wenjin 施文锦: 金山胜槩图. Qing-Dynastie (1644–1911), Detail.


Sun Zongwei 孙宗慰: 临麦积山壁画——出城图. 1953, Detail. (Replika der Dunhuang Malerei.)


Ren Yi 任颐: 钟馗图. Qing-Dynastie (1644–1911), Detail.


Yaxian 雅仙: 二老弹琴图. Ming-Dynastie (1368–1644), Detail.


Zhang Hong 张宏: 松声泉韵图. Ming-Dynastie (1368–1644), Detail.


Dann durfte man in die Hallen und „Paradigm of Art: Contemporary Art from Germany 艺术之规——德国当代艺术“ bewundern:


Abraham David Christian: Ohne Titel (aus der Serie „Der heilige Mensch“). 1981/ 86.


Ebd.


Daniel Richter: Mann im Gipfel. 2009.


Im Minsheng Museum 北京民生现代美术馆 lief „Language of Photograph: Düsseldorf School 摄影的语言——杜塞尔多夫学院“:


Thomas Struth: Paradise 9. 1999.


Andreas Mühe: Kreidefelsen, from the series Neue Romantik. 2014.


Ebd.: Wald I. 2016, Detail.


Andreas Gursky: Ocean II. 2010.


In der Whitebox 白盒子 unter dem Motto „Next Generation: Young German Art 未来一代——德国当代青年艺术“:


Matthias Weischer: Valley. 2015.


Ebd.: Fries. 2015.


Ebd.: Petrus Christus. 2015.


Alicja Kwade: Taxa-Dilation IV–VE (TBC). 2017.


Sebastian Riemer: DGHF. 2015.


David Schnell: Meadow. 2008.


Update: 11.10.2017.

Im Taimiao Temple 太庙艺术馆 östlich der Verbotenen Stadt läuft „Traces of Memory: Masterworks of Contemporary German Painting 德国8:记忆的痕迹——德国当代绘画杰作“:

10 deutsche Nachkriegskünstler, Baselitz, Beuys, Kiefer, Lüpertz, Polke, Rauch, Richter usw. mit 85 Werken.

Es geht von der Nanchizi dajie 南池子大街 gegenüber vom Hanting Hotel mit der Hausnummer 102 die kleine Gasse westlich hinein. Hier gelangt man zum Ticketkauf und dann durch die wunderschöne kleine Parkanlage – einem Ort, der wie auch der Zhongshan Park auf der gegenüberliegenden Seite der Verbotenen Stadt viel zu selten besucht wird, wenn man immer nur die Stadt als Touristenziel im Blick und auf seinem Zeitplan hat.
Öffnungszeiten: 8–22 Uhr
Eintritt in den Park: 5 RMB
Eintritt mit Tempel: 20 RMB

Durch den Park gelangt man gut ausgeschildert zum Taimiao Tempel – auch ohne deutsche Kunst ein unbedingt sehenswerter Ort. Aktuell und entsprechend mit deutscher Kunst wirkt die Aufmachung im Kontrast zur, vielleicht gar im Gespräch mit der alten Tempelanlage beeindruckend – und es muss große Kunst sein, um an diesem Ort bestehen zu können. Endlich hat man einmal das Gefühl, die alten Schinken nicht alle schon hundertmal gesehen zu haben. Im Gegensatz zu den anderen „Deutschland 8“-Ausstellungen in den kahlen Museumsräumen und dort wenig ambitioniert gehängt, ist diese Ausstellung hier sehr zu empfehlen.

Vorne empfängt einen ein umzäunter, bronzener Lüpertz:


Marus Lüpertz: Uranus. 2015.

Die Hauptanlage bildet der Taimiao, wunderschön und handwerklich sensibel restauriert, mit Elementen der späten 1950er Jahre wie den Kronleuchtern und wohl der 1920er Jahre wie den Türen mit ihren Glaseinfassungen:




Joseph Beuys: Ohne Titel (Frau im Gebirge). 1959.

Danach kann man gut nordwestlich weiter gen Verbotene Stadt gehen und kommt beim Quezuomen 阙左门, dem vom Wumen 午门, Meridian Gate, ausgehenden östlichen Tor, auf dem Vorplatz der Verbotenen Stadt beim Ticketkauf etc. heraus. Und von dort aus sei der Besuch von „A Panorama of Rivers and Mountains 千里江山图“ empfohlen.


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Donnerstag, 21. September 2017
„A Panorama of Rivers and Mountains 千里江山图“

Wang Ximeng 王希孟: Panorama of Rivers and Mountains 千里江山图. 1113, Detail.

Wang Ximeng 王希孟 (1096–1119) war gerade einmal 18 Jahre alt, als er 1113 sein „Panorama of Rivers and Mountains 千里江山图“ (so die aktuelle Übersetzung vom Palace Museum, auch bekannt unter „A Thousand Li of Rivers and Mountains“) schuf. Als Hofmaler der Nördlichen Song-Dynastie (960–1127) soll er von Kaiser Huizong persönlich ausgebildet worden sein, diese Rolle gilt als sein Abschlusswerk an der Kaiserlichen Akademie, viel mehr ist nicht von ihm bekannt.

Mit knapp 12 Metern Länge (51,1x1191,5cm) ist Wangs Rolle eine der längsten, sie gilt als eines der besten Werke der chinesischen Kunst. Besonders beeindruckend ist ihr Zustand nach 900 Jahren, die Leuchtkraft der blauen und grünen Pigmentfarbe. Wer kam, erstmals während der Sui (581–618), bekannter noch aber während der Tang (618–907) aus Dunhuang, eigentlich auf die grandiose Idee, Berge in diese Farbpalette zu tauchen? Es sind die zahllosen Details aus Alltagsszenen, die sich wie in einem Film langsam auf dem Weg vorbei vor einem ausrollen, die Ebenen und Täler, Gipfel und Wipfel, die Seen und Flüsse, die Häuser und Boote mit Menschen und Tieren.

Die Seidenrolle aus der Sammlung des Palastmuseums wird erst das zweite Mal in seiner Gesamtheit der Öffentlichkeit präsentiert, zunächst in den 1950ern und nun erneut. Entsprechend groß ist der Publikumsandrang. Entspannte Betrachtung fühlt sich anders an, durch Absperrungen geht es im Schritttempo am Glaskasten entlang, wobei man durchgehend von zehn Aufpassern teilweise gar angeschrieen wird weiterzugehen. An einem Dienstag oder Mittwoch sollte es ruhiger sein.



Ein Glaskasten in Dunkelheit bei schräger Ansicht bietet keine optimalen Fotobedingungen. Wer in Beijing ist, gehe bitte unbedingt selbst hin. Hier Details:
















Im hinteren Teil der Ausstellung finden sich diese Werke aus der blaugrünen Traditionslinie:


Fang Cong 方琮: Reproduction of „A Panorama of Rivers and Mountains“, Scroll 仿王希孟千里江山图卷. Qing-Dynastie (1644–1911), Detail.


Ebd., Detail.


Ebd., Detail.


Shen Shichong 沈士充: Peach Blossom Land, Srcoll 桃源图卷. Ming-Dynastie (1368–1644), Detail.


Ebd., Detail.


Ebd., Detail.


Hou Maogong 侯懋功: Qiong Lai, Scroll 邛崃图卷. Ming-Dynastie (1368–1644), Detail.


Ebd., Detail.


In den Yanchi Türmen (Flügel der Wildgänse), also den Ost- und Westflügeln des Wumen Tores und Wang Ximengs Panorama in der Mitte umschließend, sind die blaugrünen Landschaftsmalereien aus den Zeiten davor und bis in die Gegenwart ausgestellt. Hier wird man nicht so weitergeschubst, dennoch aus dem die Werke schützenden Dunkel hinter Glas die folgende Auswahl.

Zunächst aber als Erinnerung, warum der Gang zu diesen Ausstellungen so sehr zu empfehlen ist: Jeder in China kennt die millionenfach nachgemachten, großteils bis ins Kitschige übertriebenen Landschaftsbilder traditioneller chinesischer Malerei. Auf Schals und Tassen, auf unzähligen Souvenirs sind sie bis zum Überdruss vorhanden zu finden. Doch selbst auf der Suche nach ihren Originalen, bekommt man sie nur selten zu sehen, schon gar nicht in diesem Umfang. Hier nun hängen sie, und wenn man es zuvor noch nicht wusste, versteht man in ihrem Angesicht die Ehrfurcht vor den alten Meistern, und warum sie bis heute rauf und runter kopiert werden.

Im Westflügel beginnt die Geschichte mit dem ersten bekannten Werk blaugrüner Landschaftsmalerei, geläufig unter dem Namen „Lotus Sutra 大般涅槃经“, aus Dunhuang und hier als von der Grottenwand replizierten Fotografie:


Unknown artist 佚名: Conversion of Five Hundred Bandits 五百强盗成佛图壁画. Southern wall of the main chamber of cave 285, Mogao Grottoes, Dunhuang, Fotografie. Western Wei (535–556), Detail.


Ebd., Detail.


Ebd., Detail.

Darauf und in seiner Tradition folgt ebenfalls aus Dunhuang:


Unknown artist 佚名: Illustration of a Section of the „Phantom City Legend“ from the Lotus Sutra 经变壁画(樊兴刚临). Southern wall of the cave 103, Mogao Grottoes, Dunhuang, Reproduction by Fan Xinggang. High Tang (Tang: 618–907), Detail.

Nach den aus dem Mittleren Osten dringenden, deutlich erkennbaren, für mich als Laien leider nicht einzuordnenden Einflüssen über die Seidenstraße hinweg bis zu ihrem Endpunkt der vom Reich der Tang-Dynastie ausgelagerten, besetzten Stadt Dunhuang, bietet die Ausstellung im weiteren Verlauf der Sehgewohnheit chinesischer Landschaftsmalerei entsprechende Werke.


Zhan Ziqian 展子虔: Springtime Jaunt, Scroll 游春图卷. Sui-Dynastie (581–618), Detail.

Das folgende Werk mit gut 1,60 Metern Breite ist für mich fotografisch nicht festzuhalten gewesen, online etwa hier zu finden. Es besteht zum Großteils aus leerer Fläche, das muss man erst einmal hinbekommen, ohne in Nichtigkeit abzurutschen – ich vermag es nicht annähernd in Ablichtung, man möge diese Fotos wie alle hier bitte unter dokumentarischen Aspekten verstehen:


Wang Shen 王诜: Rows of Mountains Overlooking Misty River, Scroll 烟江叠嶂图卷. Northern Song (960–1127), Detail links.


Ebd., Detail Mitte mit zwei hauchfein angedeuteten Schifferbooten.


Ebd., Detail rechte untere Ecke.


Zhao Bosu 赵伯骕: Golden Towers in a Forest of Pines, Scroll 万松金阙图卷. Southern Song (1127–1279), Detail.


Ebd., Detail.


Unknown artist 佚名: Chess Players Awaiting Reunion in the Mountains, Hanging Scroll 山弈候约图轴. Liao-Dynastie (916–1125), Detail.


Ebd., Detail.

Im Übergang zur anderen Seite dieser Halle an ihrem Ende ein Werk der Gegenwart. Nicht schlecht, wenn auch eine Behauptung gegenüber den alten Meistern kaum zu schultern ist:


Zeng Fanzhi 曾梵志: Untitled, In Search of Plum Through Snowscape I–II 无题/踏雪寻梅之一和二. 2009, Detail.


Qian Yuan 钱选: Dwelling in the Floating Jade Mountain, Scroll 浮玉山居图卷. Yuan-Dynastie (1271–1368), Detail.


Ebd., Detail.


Shen Zhou 沈周: Birthday Wishes From Nanshan Mountain, Scroll 南山祝语图卷. Ming-Dynastie (1368–1644), Detail.


Sheng Mao: Fisherman and Woddcutter in Conversation, Painting 渔樵问答图页. Yuan-Dynastie (1271–1368).


Wen Zhengming 文徵明: East Garden, Scroll 东园图卷. Ming-Dynastie (1368–1644), Detail.


Ebd., Detail.


Wen Jia, Wen Boren, Lu Zhi and Chen Daofu 文嘉、文伯仁、陆治、陈道复: Birthday Gift For Master Yuan Attended By the Wu School Painters, an Album featuring outstanding Poetry, Calligraphy and Painting 吴门诸家寿袁方斋三绝册. Ming-Dynastie (1368–1644).


Ebd.


Ebd.


Ebd.


Ebd.


Ebd.


Wen Jia, Zhu Lang, Wang Guxiang, Qian Gu, Lu Zhi and Lu Shidao 文嘉、朱朗、王榖祥、钱榖、陆治、陆师道: Wu School Painters, Album 吴门诸家图册. Ming-Dynastie (1368–1644).


Ebd.


Ebd.


Aus dem Ostflügel diese Auswahl:


Shen Shichong 沈士充: Shanshui, Album 山水图册. Ming-Dynastie (1368–1644).


Ebd.


Ebd.


Lan Ying 蓝瑛: Enlightening Scenery, Album 澄观图册. Ming-Dynastie (1368–1644), Detail.


Ebd., Detail.


Liu Du 刘度: Ten Views of West Lake, Album 西湖十景图册. Ming-Dynastie (1368–1644), Detail.


Ebd., Detail.


Ebd., Detail.


Ebd., Detail.


Ebd., Detail.


Liu Du 刘度: Mirage, Scroll 海市图卷. Ming-Dynastie (1368–1644), Detail.


Ebd., Detail.


Wang Shimin 王时敏: Paintings Conceived on the Basis of Du Fu’s Poems, Album 杜甫诗意图册. Qing-Dynastie (1644–1911), Detail.


Wang Jian 王鉴: Imitations of the Ancient Shanshui Paintings, Album 仿古山水图册. Qing-Dynastie (1644–1911).


Ebd.


Ebd., Detail.


Ebd., Detail.


Wang Yuanqi 王原祁: Lu Hong’s Ten Views of Thatched Huts, Album 卢鸿草堂十志图册. Qing-Dynastie (1644–1911).


Ebd.


Hongren 弘仁: Huangshan Mountain, Album 黄山图册. Qing-Dynastie (1644–1911).


Ebd.


Mei Chong 梅翀: Twelve Scenes from Huangshan Mountain, Album 黄山十二景图册. Qing-Dynastie (1644–1911).


Tang Dai 唐岱: The Depict of Emperor Qianlong’s Poetic of „Leisurely Chant in Garden“, Album 小园闲咏图册. Qing-Dynastie (1644–1911).


Ebd., Detail.

Soweit die rechte Seite dieser Halle, im Durchgang zur linken ist, wie auch im Westflügel, ein Werk aus der Gegenwart ausgestellt. Hier allerdings wurde es, wie ich finde, doch etwas unverschämt – nicht das Werk an sich, aber es hier zu platzieren. Deshalb je nach Verständnis also entweder der Vollständigkeit halber (Kaugummiargument, andere habe ich ebenfalls ausgelassen, eher, auch wenn man es unter kuratorischer Absicht als gewollten Bruch verstehen könnte, den ich dennoch als daneben gegangen empfinde, also mit aufgenommen eher) oder um den Stinkefinger zurückzugeben:


Xu Bing 徐冰 : Background Story – Salute to Traditions 背后的故事——向传统致敬. 2014.

Jetzt wieder grandios weiter, nun für die folgende Reihe endlich auch nicht mehr schräg, sondern mit Objektiv an Scheibe, bis knapp zwei Meter hoch und also Ausschnitte:


Yuan Jiang 袁江: Shanshui Paintings on Folding Screen 山水屏. Qing-Dynastie (1644–1911), Detail 1.


Ebd., Detail 2.


Ebd., nächster Schirm, Detail 1.


Ebd., Detail 2.


Ebd., nächster Schirm, Detail 1.


Ebd., Detail 2.


Ebd., nächster Schirm, Detail 1.


Ebd., Detail 2.

Hier wie oben schon auf Goldplatte:


Ren Xiong 任熊: Ten Paintings of Multitudes, Album 十万图册. Qing-Dynastie (1644–1911).


Huang Binhong 黄宾虹: Shanshui Featuring Calligraphy and Painting, Album 山水书画合册. Modern Era (after 1840), Detail. Siehe auch Huang Binhong 黄宾虹 (1865–1955).


Qi Baishi 齐白石: Shanshui, Hanging Scroll 山水图轴. Modern Era (after 1840), Detail.


Wu Hufan 吴湖帆: The Five Olds Peak of Lushan Mountain, Hanging Scroll 庐山东南老峰图轴. Modern Era (after 1840), Detail.


The Palace Museum: „A Panorama of Rivers and Mountains: Blue-green Landscape Paintings from across Chinese History“
故宫博物馆:《千里江山——历代青绿山水画特展》


15. September bis 30. Oktober 2017, bis 14. Dezember 2017 die Begleitausstellungen in den Seitenflügeln
Meridian Gate Gallery, das Haupttor am Einlass zur Verbotenen Stadt
午门展厅,午门正殿及东西雁翅楼

The Palace Museum
Ticket: 60 RMB
Einlass ab 8:30 Uhr bis 15:40 Uhr, geöffnet bis 17 Uhr, Montags geschlossen (Verbotene Stadt geöffnet), Besuch an einem Wochentag empfohlen

Update: Nach dem Eröffnungstag werden täglich nur bis zu 2.400 Besucher zur Ausstellung des „Panoramas“ mit einem Verteilsystem nach Nummern ins Wumen eingelassen, bis spätestens mittags ist diese Besucherzahl erreicht. Die Seitenflügel sind weiterhin zugänglich.

Wer zu schnell am Glaskasten vorbeigescheucht wird oder es aus sonstigen, wirklich unentschuldbaren Gründen für alle, die vor Ort sind, nicht schafft, kann sich Ausschnitte und vor allem das gesamte Panorama hier ansehen.

Auf dieser Website des Palastmuseums für Kinder findet sich weiter unten eine gute Karte zur Übersicht von der gesamten Verbotenen Stadt.


Als wäre diese Ausstellung alleine noch nicht genug, gibt es außerdem:


The Palace Museum: „Paintings and Calligraphic Works of Zhao Mengfu“
故宫博物馆:《赵孟頫书画特展》


6. September bis 5. Dezember 2017
Hall of Martial Valor, nach dem Meridian Gate links durch das erste Tor, das Gate of Prosperous Harmony, dann rechts über die drei Steinbrücken
武英殿




In „Paintings and Calligraphic Works of Zhao Mengfu“ sind über 100 seiner Werke, seiner Einflüsse und seines Einflusses von der Tang- bis zur Qing-Dynastie ausgestellt, aus der Sammlung des Palastmuseums, des Shanghai Museums und anderen.

Zhao Mengfu (1254–1322) aus der Song- und Yuan-Dynastie, war ein Meister in Landschaftsmalerei, ein Virtuose für Figuren, Blumen und Vögel, Pferde, Bambus und Steine, in jeglichen Kalligrafiestilen.


O. A., sorry, eigentlich nur aufgenommen, um es bei Gelegenheit als Grußkarte per Mail zu verschicken.


Zhao Mengfu, Guan Daosheng and Zhao Yong 赵孟頫、管道昇、赵雍: Ink Bamboo by the Zhao Family 赵氏一门墨竹图卷. Yuan-Dynastie (1271–1368), Detail ohne Kalligrafie.


O. A., etwa: Die Sonne bricht unmittelbar nach einem Schneefall durch; (Nachtrag mit Dank an Laozhu:) 快雪时晴. Detail.


Zhao Mengfu 赵孟頫: Watering Horses in Autumn Suburbs 秋郊饮马图卷. Yuan-Dynastie (1271–1368), Detail.


Zhao Mengfu 赵孟頫: Beautiful Rocks and Sparse Woods 秀石疏林图卷. Yuan-Dynastie (1271–1368), Detail.


Ni Zan 倪瓒 (1301–1374): Old Tree and Secluded Bamboo 古木幽篁图轴. Yuan-Dynastie (1271–1368), Detail.

Dem Museumsteam der Verbotenen Stadt muss man ehrfürchtig seinen Respekt aussprechen. Entgegen den sonst, wenn auch besser werdenden, aber weiterhin allerorts präsentierten ramschigen Hängungen, sind hier neben einem ordentlichen Budget Expertise, Emphase und handwerkliches Können unübersehbar. Es würde mich nicht wundern, wenn im Palastmuseum die besten Fachkräfte des Landes tätig sind.




Viel zu selten bin ich in der Verbotenen Stadt, schicke meine Gäste frevelhafterweise meist selbst hin, wenn auch nicht weniger verpflichtend. Dabei würde ich nach diesem letzten Besuch am liebsten direkt eines der hinteren Gemächer beziehen, zumindest aber morgen wieder vorbeischauen.











Wer sich erst kurz nach 17 Uhr rausschmeißen lässt, erlebt die Stadt im seltenen, bereits von Touristen geräumten Blick.




Als Schwenk in die Gegenwart entdeckte ich dann für meine Freunde von Audi auf dem Rückweg durch die Hutongs einen Hausanschluss für das eigene Elektrofahrzeug, kann man machen:




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Mittwoch, 12. Juli 2017
BJ: 798 und CCD im Sommer 2017
798

UCCA 尤伦斯 zeigte The New Normal: China, Art, and 2017 例外状态:中国境况与艺术考察 2017, 19.3.–9.7.2017:


Sophia Al-Maria: Black Friday. 2016.


Lang Ban 梁半: A Poet Who Never Saw the Ocean Wrote a Novel about the Ocean 一个没有见过大海的诗人写了一篇关于大海的小说. 2017.


Gao Lei 高磊: Decoration: Location 装修:地点. 2017.


Chen Chenchen 陈陈陈: The Mercy of Not Killing 不杀之恩. 2017.


Ebd.


Guo Xi 郭熙: Sanctuary Shop. 2017


Wang Guangxu 王光旭: Immanent Force 隐力. 2017.


Liao Fei 廖斐: (Boden:) Infinitely Approaching Flatness 无限接近平坦. 2017. (Decke:) A Sculpture of the Earth 一件地球雕塑. 2015.


Boers-Li Gallery 博而励画廊 zeigte Guo Haiqiang 郭海强: Fengyukou, Qin Mountains 秦岭沣峪口, 22.4.–21.5.2017, Installationsansicht:






N3 Gallery zeigte die Gruppenausstellung Pure Spirit 清流, 8.4.–30.5.2017:


Feng Lianghong 冯良鸿.


Beijing Commune 北京公社 zeigt Yang Xinguang 杨心广: The Unknown Depth of the Woods 不知林深, 19.5.–8.7.2017:


Rubber Wheels and Twigs 橡胶胎与树枝. 2017.


Gallery Yang 杨画廊 hat das Café Yang 杨咖啡 eröffnet, hier eine Ansicht im Hof:


Sun Xun 孙逊. 2017.


Long March Space 长征空间 zeigt von Inga Svala Thorsdottir and Wu Shanzhuan 吴山专 & 英格-斯瓦拉·托斯朵蒂尔: Cause and Examples Projected from It 起因和从中投射出来的例如物, 27.5.–8.10.2017:


Enclosure 栏. 2017.


Perimeter Hollowed 被周长镂空. 2017.


Space Station 空间站 zeigt Jiang Guorong 蒋国蓉: Epiphanies of Tao 含道暎物, 1.7.–30.7.2017:


Diverse Namen, von „Morning Sunlight“, 2013, bis „Verdant“, 2015.


Diverse Namen, von „Eucalyptus in the Sunshine“ bis „Machilus“, alle 2013.


A Ray of Sunshine 一缕阳光. 2013.


Boers-Li Gallery 博而励画廊 zeigt die Gruppenshow Among Friends 朋友之间, 8.7.–3.9.2017, Installationsansichten ohne Angaben:
















Tang Contemporary 唐人 zeigt die Einzelausstellung Qin Qi 秦琦, 27.5.–23.7.2017:


The Angry Octopus 生气的章鱼. 2014.


Installationsansicht.


Ebd.


Ebd.


Double Bodies 双人体. 2016.


Galleria Continua 常青画廊 zeigt Zhuang Hui 庄辉: Qilian Range 祁连山系, 18.3.–18.8.2017:


Qilian Range 祁连山系. 2015.


Qilian Range 祁连山系. 2016(?).


Tabula Rasa Gallery zeigt die Gruppenausstellung Stranger Objects 诡异之物, 1.7.–22.8.2017, Installationsansicht:






N3 Gallery zeigt die Gruppenausstellung The Pleasure of Adventures 涉险的快感, 10.6.–20.8.2017:


Zhao Yinou 赵银鸥, diverse Zeichnungen, 2014–16.


Ma Ke 马轲: Acrobat 杂技. 2012.


Magician Space 魔金石空间 zeigt Yao Qingmei 姚清妹: The Ecdysiast 蜕皮动物, 7.7.–20.8.2017:


Most (Body Inspection) 蜕(人身检查). 3-Kanal Videoinstallation, Ausschnitt, 2017. Text: „Submit to Big Brother’s intense radiant gaze. 请接受老大哥强辐射的凝视“


Ebd., Ausschnitt.


Ebd., Ausschnitt, Text: „Our privacy forced open to the public sphere. 秘密被介入了公共领域!“


Ebd., Ausschnitt.


Ebd., Ausschnitt, Text: „A real and transparent me 一个真实,透明的我“


Touch (Security „X-ray“ Machine) 触(安检机). 2017.


Ebd.


Prickles (One Meter Line) 刺(一米线). 2017.


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Caochangdi (CCD)

ShanghArt Gallery 香格纳画廊 zeigt die Einzelausstellung Chen Wei 陈维, 20.5.–25.6.2017:






C-Space C-空间 zeigt die Gruppenausstellung Bird . Space . Deep Blue 鸟 空间 深蓝, 24.6.–31.8.2017, Installationsansicht:






Ying Gallery 颖画廊 zeigt Takeshi Mita 三田建志: NAME, 18.6.–5.7.2017:


On the Contour Line. 2016.


Ebd. 2013.


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Wuhan

Und dann, für einen kleinen Schwenk, geht es kurz nach Wuhan. Wer fährt eigentlich im Sommer nach Wuhan?

Das Wuhan Art Museum 武汉美术馆 zeigte Peter Bialobrzeski 彼得· 比阿罗贝泽斯基 und Tang Jing 唐晶: Inside and Outside Perspective 里外的视角, 25.7.–17.8.2017:


Peter Bialobrzeski: Wuhan Diary 武汉日记. 2017.


Tang Jing 唐晶: Transition, Wuhan Roulian Food Co., Ltd. 过渡,武汉肉联食品有限公司. 2017.


Peter Bialobrzeski: Wuhan Diary 武汉日记. 2017.


Tang Jing 唐晶: Transition, Yanzhi Road 过渡,胭脂路. 2017.


Ein wenig zwischen dem einem und dem nächsten klimatisierten Raum unterwegs:












Am Yellow Crane Tower 黄鹤楼. Die Taxifahrerin: Was willst du da bei dieser Hitze?
















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Dienstag, 28. März 2017
BJ und GZ: Kunstschau im Winter 2016/7
CAFA

Das CAFA Art Museum 中央美术学院美术馆 zeigte Anselm Kiefer 安塞尔姆·基弗 Coagulation 基弗在中国, auf Chinesisch: Kiefer in China, 19.11.2016–1.8.2017, Installationsansicht:










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Caochangdi (CCD)

Urs Meile 麦勒画廊 zeigte Li Gang 李钢, 5.11.2016–19.2.2017, Installationsansicht:






ShanghArt 香格纳画廊 zeigte Liu Yue 刘月: Maxim 格言, 19.11.2016–15.2.2017, Installationsansicht:




Detail.






Im Lan Space 兰空间 zeigten wir Art Against Art: Ancestry 艺术反对艺术——出身, mit Ma Ke 马轲, Li Sa 李飒, Gu Quan 谷泉, Chen Heng 陈恒, Xu He 徐赫, Stefanie Thiedig 由甲 und Zhu Xianwei 朱贤巍, 10.12.2016–10.1.2017, Installationsansicht:












Ink Studio zeigte Wei Ligang 魏立刚: Songs of the Phoenix Mirror 冬影鸾鉴, 10.12.2016–12.2.2017:


Installationsansicht.


Quotations From Ouyang Xiu in Mad Cursive A 欧阳修辞抄狂草A. 2016.


Wei State of Myriad Beings 魏州万生园. 2016.


Myriad Things Examined: Autumn 万物察——秋. 2016.


Dann hingen an der Wand, groß und sich selbst gewiss, die „Thirty Terms for Contemporary Calligraphy 当代书法史三十个新词语“ der International Shuxiang Society 国际书象学社. Könnte genausogut aus der Tang-Dynastie stammen, aber einiges scheint auch für die Gegenwart zu funktionieren, etwa: „A trail of blue smoke: after the completion of various character forms, a blue aura with definite orientation seems to hover in the air.“ Vielleicht aber eher grau statt blau.


White Space 空白空间 zeigte Jian Ce 简策: The Grand Illusion 大幻影, 17.12.2016–20.1.2017, Installationsansicht:





Von Cui Cancan 崔灿灿 die Schose unter Einbeziehung der Dorfgemeinschaft Caochangdis in Badehaus, Supermarkt und Internetcafé mit vielen Videoarbeiten, lief nur ein Wochenende, ein Einblick findet sich hier.


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798

Galleria Continua 常青画廊 zeigte Kiwon Park 朴琪元: Hidden Surface 不可视面, 28.9.2016–19.2.2017, Installationsansicht:




Tang Contemporary 唐人 zeigte Cai Lei 蔡磊: Échelle des plans 景一别, 10.12.2016–28.2.2017, Installationsansicht:








Long March Space 长征空间 zeigte die Gruppenausstellung Trembling Surfaces 平面震颤, 10.12.2016–19.2.2017:


Chen Shaoxiong 陈绍雄: The Days 日子. 2007.


Zhu Changquan 朱昶全: Transplant 移植. 2015.


(Ohne Angaben.)


(Ohne Angaben.)


Minsheng Art Museum 民生美术馆 zeigt Shen Yuan 沈远: Without Wall 无墙, 4.3.–4.4.2017:


Waste One’s Words 白费口舌. 1994.


Ebd.


Hat Shadow 帽影. 2015.


I am Seen, Yet Ignored 我被视,我不被显. 2016.


Boers-Li Gallery 博而励画廊 zeigt Qui Anxiong 邱黯雄: New Classic of Mountains and Seas III 新山海经 3, 11.3.–16.4.2017, Installationsansicht:






Tang Contemporary zeigt die Gruppenausstellung Nothing is True, Everything is Permitted 万物皆虚,万事皆允, 17.3.–13.5.2017, Installationsansicht:








Galleria Continua 常青画廊 zeigt Zhuang Hui 庄辉: Qilian Range 祁连山系, 18.3.–18.8.2017, Installationsansicht:








Platform China 站台中国 zeigt Qiu Ruixiang 邱瑞祥: Rabbit, Den and Barn 兔子,巢穴和谷仓, 17.3.–30.4.2017:


Portrait 画像. 2015.


Stretched out Your Hand 伸手的人. 2015–16.


Den (big) 巢穴(大). 2013–16.


Magician Space 魔金石空间 zeigt Wu Chen 武晨: Bad Man Can Also End Up in Heaven 坏人也能上天堂, 17.3.–23.4.2017, Installationsansicht:




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Qinghua



Qinghua University Art Museum 清华大学美术博物馆 zeigt Markus Lüpertz 马库斯·吕佩尔茨: From Dithyrambe to Arcadia 从酒神赞歌到阿卡迪亚, 28.3.–28.4.2017:


Titan. 1986.


Ulysses III. 2011.


Ulysses. 2012.


White Horse. 2012.


Teltow Table (Female Field). 2010.


(Links:) Deer in the Backyard. 1991–2.
(Rechts:) Untitled (Burlesque). 1991–2.


Above Water – Under Water I. 1985. (Mit Bitte um Beachtung der Wandplatzierung.)


Bones. 1989.


Man in Suit-Dithyrambic. 1976.


Triumph of the Line I and II – Monument with Lamps. 1979.


Shower Stall. 1982.


Helmet II. 1970.


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Guangzhou

Dann waren wir eingeladen auf der ArtExpo Guangzhou 2016 城市双年艺术展, 23.–25.12.2016.

Gruppenausstellung von Alice Dittmar, Stefanie Thiedig, Ole Aselmann, Frederik Foer und Julia Hofmann:

China Drifters 华漂

Von Deutschland nach China: Als Kunst- und Kulturschaffende sind wir seit Jahren entweder in China sesshaft oder regelmäßig hierher Treibende. Fünf Freunde, fünf Farben, fünf Elemente. Wir sind aus allen Ecken Deutschlands Zugereiste – in unserer Erschaffung von Kunst und Kultur ist der chinesische Einfluss oft eng mit der europäischen Sichtweise verzahnt.

Der Titel "China Drifters 华漂", huapiao, ist eine Kurzform der Abwandlung von 北漂/北京漂流, Beijing piaoliu, nach Beijing driften. Der Ausdruck wurde vor über zehn Jahren von Beijingern geprägt für all diejenigen, die es von überall her nach Beijing zieht, die beipiao 北漂, die Beijing Vagabunden oder Drifter. Im größeren Sinne und für Guangzhou sind wir: die huapiao, die China Drifter.

从德国到中国:作为艺术与文化创作者,我们中的有些已经在北京安居十几年,有些多年以来频繁穿梭于两国之间。五位朋友,五种色彩,五行元素。我们从德国各个角落远道而来。在我们的作品中,中国的影响和欧洲的视角互相渗透。

“华漂”的名称改自“北漂”/“北京漂流”。该表述概括了全国各地漂去北京生活的人,是十几年前北京本地人对这一群体的称呼。对于广州而言,从广义上讲,我们是”华漂一族“。


Ole Aselmann und Frederik Foert.


Frederik Foert.


Ole Aselmann.


Julia Hofmann.


Stefanie Thiedig und Alice Dittmar: Void Lands 空境.


Ebd.

Neben eigenen Arbeiten zeigen Alice und ich unser Projekt:

Void Lands 空境

Aus dem Dazwischen von Stadt und Land und von Deutschland und China wollen wir uns einen Weg in die Leere erarbeiten. Wir befinden uns in einem Schwebezustand, der uns an Boden gewinnen lässt. Wir sind hier und dort, der Zeitraffer der Überbrückung versetzt uns aus dem verkopften Metropolentrubel hinaus in die Vorstellungen von Wald und Berg. Nebel zieht auf, wir suchen ihn, um einzutauchen, um loszulassen, um zu sehen, was sich in ihm verbirgt, um es dann einzufangen mit Linse und Stift, mit den Ideen der Alten aus unserer heutigen Sicht.

From the in-between space of city and country, and Germany and China, we seek a way into the void. We find ourselves in a disposition of uncertainty from which we gain ground. We are here and there … the bridging of this time-lapse transposing us beyond the hustle and bustle of cities to notions of forest and mountain. Mist sets in; we seek it so as to immerse and release what it conceals, and then capture it via lens and pen, with thoughts of the ancients from today's perspective.

走出城市与自然之间,走出德国与中国之间,我们想要寻找一条空道。我们处于悬浮状态,力图着地。我们有时在此处,有时在彼处。将时间快进,我们弹指之间从煞费脑力的城市喧嚣来到想象中的山林。雾散了,我们去找寻它。我们投入渺渺雾气中,放空意念,去发现雾中的景象,再用镜头和笔,凭借古人的理念,站在今人的立场去捕捉它。


Die Ausstellung zog im Januar weiter in das Qiao Shiguang Museum 乔十光美术馆, 12.2.–ca. Ende März 2017.

Organisation: Hao Xiaoman 郝晓曼
Fotos aus Guangzhou: Qiao Shiguang Museum 乔十光美术馆
Texte: Stefanie Thiedig
Siehe auch: Holm Friede, Ich habe die Zukunft besucht, sie liegt in China. Welt, 14.1.2017.


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Mittwoch, 14. September 2016
Kunstsommer 2016: Überblick ∣ 2016年艺术之夏:概述


Was ein Sommer! Zwei Monate war ich in Deutschland und davon über drei Wochen in den und ein wenig über die Grenzen hinaus unterwegs. Die Route ging über Köln nach Basel, über St. Urban nach Zürich, über Stuttgart nach München, nach Wien, weiter über Prag und Dresden nach Berlin und zurück nach Hamburg. Knapp 3.000 km sind wir gefahren – zumindest hier noch mit offenen Grenzen.

Seit ich das letzte Mal länger, im Winter 2014/15, in Deutschland war, damals den Wartezustand beendet vorfand, wollte ich sehen, wie die aktuelle Situation nach dem Flüchtlingsbeginn im September 2015 nun vor Ort aussieht.

Dann überschlugen sich die Ereignisse. So viel ist diesen Sommer passiert: Aufatmen beim Volksentscheid für oder gegen Ausländer in der Schweiz, alles andere wäre Wahnsinn gewesen, aber was ein Wahn, dass es überhaupt zur Debatte stand. Dann gerade noch allen Befürchtungen zum Trotz voller Respekt für Österreich, die ihrem gesellschaftlichen Rechtsruck eine politische Watsche verpassten, hat man sich dort anschließend doch zu Neuwahlen hinreißen lassen, es folgt erneutes Zittern und Hoffen auf ausreichend Klebstoff bis Dezember. Achja, Neuwahlen, was geht eigentlich in Spanien? Dazu dann bald Wahlen in Amerika mit großem Brimborium seit einem guten Jahr, Wahlen in Deutschland sind inzwischen im Gange. Dieses gesamtwestliche Rechtsdriften, konservativ reicht nicht mehr aus – bis wohin ist Realität im Spiel, ab wann beginnt die Manipulation mit Phantomangst oder ist es gar ein wenig Selbstveropferung? Irgendwo habe ich auch von der Sehnsucht nach Angst gelesen. Schon geistern selbsternannte, mit Kabelbindern und Messern bewaffnete Milizen auf der Suche nach Flüchtlinge durch Rumäniens Grenzwälder. Hinzu kam der Schock vom unvorstellbaren Brexit, der Wahl der Alten mit ihren nostalgischen Common Wealth-Vorstellungen, oder muss man sich nun, etliche Wochen später, fast fragen, ob das vielleicht doch nicht ganz so dumm war? Obwohl Wirtschaft mir als Grund nicht gelten kann … Dann die Anschläge in Frankreich, und auch Deutschland bekam es ab. Terror, Anschläge, Amokläufe. Wobei in München eine Ruhe im Sturm zu herrschen schien, ein in Reaktion schneller, wohlorganisierter Umgang, Jens nannte es Lernen von Frankreich. Was allerdings auch nicht half, dass großteils wunderlich unsinnige Diskurse aufflammten mit Schlagworten wie Darknet, Militär im Lande, Burkaverbot, Obergrenze, Lebensmittel hamstern. Verlieren im Kleinklein, statt sich den eigentlichen Problemen zu stellen oder erst einmal zu fragen, was diese sind? Und dann, dann kam das Riesenei, dann kam der Putsch in der Türkei mit Erdogans anschließender, täglich sich übertrumpfender Säuberungswelle, die bis dato anhält.

Derweil wir während all dieser Meldungen durch die vom Sommerlicht warm und einladend leuchtenden Städte zogen, um uns ihre Kunst anzusehen. Ich habe natürlich fleißig fotografiert und mich zur Unterteilung der Masse für einzelne Posts der jeweiligen Städte entschieden. Zur Besichtigung entweder einfach den Thread auf der Hauptseite hinunter oder hier die einzelnen Stationen entlang:

Basel 巴塞尔: Köln, Art Basel, Parcours, Liste
Zürich 苏黎世: St. Urban, Manifesta
München 慕尼黑: Schloss Solitude, Haus der Kunst, Hypo Vereinsbank, Lenbachhaus, Pinakothek der Moderne, Galerien
Wien 维也纳: Donauinselstreifen und Altstadt, Anna Hofbauer
Prag 布拉格: Altstadt, Stadt, Museum Kampa
Dresden 德累斯顿: Altstadt, Stadt, Albertinum, Blaue Brücke
Berlin 柏林: Galerien


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Dienstag, 13. September 2016
Kunstsommer 2016: Basel ∣ 2016年艺术之夏:巴塞尔
Köln 科隆

Zunächst kurz über Köln. Im Museum Ludwig lief Fernand Léger: Malerei im Raum. Fotografieren nicht gestattet.

Dafür geht es mit Lisa durch die Gegend. Dabei erzählt sie von dem Flüchtlingsthema, dass sich Institutionen gerade allerorts auf die Fahnen schreiben, für das sie ausschreiben. Wir sprechen über thematische Vorgaben, bei denen man sich häufig nicht gegen den Impuls wehren kann, dass die Institutionen dem Weltgeschehen hinterherhinken. Es ist ja richtig, sie wollen und sollen gesellschaftsrelevant, im besten Fall -prägend sein, wenn es nur nicht häufig so gezwungen rüberkäme. Oder halt einfach zu riesig, zu groß, stets dreh- und auf vieles anwendbar, mal ist es Umwelt, dann die Digitalität, jetzt heißt es Flüchtlinge. Ist das Offenheit? Es bleibt ein schales Gefühl der Planlosigkeit. Und doch brauchen wir ja theoretische, intellektuelle, künstlerische Auseinandersetzung, etwa bei den Themen Grenzen, Werte, wer sind wir, was bedeutet divers, man bastle einen definitorischen Handapparat. Natürlich sind dann immer gleich die Schimpfer zur Stelle, das könne man nicht, jaja, aber Flüchtlinge? Wo bleiben überhaupt die Thinktanks? Schon bzw. aktuell wieder seit 2009 warten wir auf Vorschläge zu neuen Gesellschaftsmodellen. Sitzt da wirklich keiner dran? Kann doch nicht sein. Muss man das jetzt selbst machen? Vielleicht ist es sogar besser, wenn man keine Ahnung von Ökonomie hat …


Das New Talents HQ. Hier gehts übrigens zum Katalog: New Talents 2016, von mir dort (bei Erwerb) Texte zu Hu Weiyi 胡为一 und Wang Man 王满.





Abends ein Vortrag vom KAP Forum zur nachhaltigen und ganzheitlichen Stadtentwicklung: Kopenhagen und der neu erschlossene Nordhafen. Die anberaumte Diversität bleibt leider noch theoretisch, Immobilienhaie reiben sich die Hände. Immerhin ist öffentliche Naherholung mit Grünflächen und Wassernähe eingeplant, schade nur, dass kulturelle Einrichtungen dabei doch immer zu kurz kommen.


Mit Rune Boserup Jacobsen, Cobe Architecture, und Martin Rendel, Moderation.


Basel 巴塞尔



Man ist in Europa unterwegs, um Einrichtungen wie die Fondation Beyeler zu sehen. Da können einem wirklich die Sinne übergehen und das Herz beim Gedanken an China schwer werden. Vorteil in China ist allerdings, dass man eigentlich überall (im Kunstbereich) fotografieren darf, hier aus unerfindlichen Gründen nur mit dem Handy. Das mache ich nicht, war mir ausnahmsweise aber egal, großartig waren Calder & Fischli/Weiss.



Weiter geht es den Rhein hinunter. An dem ich unten beim Schreiben dieser Zeilen sitze und aufs Wasser starre, die Notizen: Calder und Fischli/ Weiss waren super. Die Sprüche und Fragefragmente. Fängt das Wasser meinen Blick? Wie lange kann ich hineinsehen, bis mir schlecht wird? Es fließt irrsinnig schnell. Gestern noch über den Rhein in Köln. Über mir jetzt bewegen sich nuschelnde Stimmen, ich esse ein Stück Bitterschokolade, die ich gestern für Kleingeldtausch zur Parkuhrfüllung gezwungen war zu kaufen. Sie hinterlässt keinen Missmut deswegen, war nur 20 Frankencent teurer als die sonst zur Auswahl aufgereihten, ohje, all die Schönheit in dieser Stadt, und dennoch solche Postkarten. Heute muss ich noch erneut irgendwie Kleingeld sammeln. Natur – ist hier in der Kunst nicht so Thema wie in China, wie auch bei mir. Der Mann links neben mir eine Bank weiter verlässt mich. Ich höre ihn grußlos die Treppe hochstapfen. Gleich eins, gleich gehts weiter. Ein Kippchen geht noch. Mir gefällts grad hier. Fünf Museen braucht man doch nicht pro Tag. Die Leichtig… Jetzt hat mich fast eine Bootswelle erwischt. …keit von Calder beeindruckt mich. Gegenüber der Mann am anderen Ufer mit ausgebreiteten Armen ist ebenfalls verschwunden. Kommt da gleich noch eine Welle oder darf ich absetzen? Von der Bank, nicht aus der Luft. Darf man in der Schweiz überhaupt die Schuhe auf einer öffentlichen Bank abstellen? Zwei Kanus paddeln gegen den Strom vorbei. Es regnet wieder. Es läutet aus drei Kirchen eins. Ich gehe dann weiter.


Art Basel

Unlimited:


Hans Op de Beeck: The Collector's House. 2016. Marianne Boesky, New York, u.a.


Ebd.


Vlassis Caniaris: In Praise. 1993. Peter Kilchmann, Zürich.


Mike Kelley: Reconstructed History. 1989. Skarstedt, New York.


Anish Kapoor: Dragon. 1992. Gladstone, New York, u.a.


Wolfgang Tillmans: New York Installation PCR, 525. 2015. David Zwirner, New York.


Pope.L: Circa. 2015. Mitchell-Innes and Nash, New York.


Alicja Kwade: Out of Ousia. 2016. 303 Gallery, New York, u.a.


Gilberto Zorio: Microfoni. 1968. Lia Rumma, Mailand.


Robert Groscenor: Untitled (Yellow). 1966/ 2016. Paula Cooper, New York, u.a.


Und was brachten die Chinesen bzw. ihre Vertreter so?

Natürlich …

Ai Weiwei: White House. 2015. neugerriemschneider, Berlin.

Natürlich …

Ding Yi. O.A.

Dann eine trendbewusste Zusammenstellung von Verzweigungen, wie auch in den WeChat-Moments Anfang des Jahres häufig gepostet …

Birdhead: Welcome to Birdhead World Again, Passions Bloom Ambitions from Vagina –23. 2016. ShanghArt, Shanghai.


Cheng Ran: In Course of the Miraculous. 2015. Urs Meile, Luzern.

Leute ansehen. Dafür ist bestimmt die ganze Schweiz gut. Aber auf der Art Basel und bei den Museen kommt es noch einmal zu einem besonders spannenden Konglomerat. Zeiten des Wartens sind also nicht verschwendet. Doch sind etliche schon morgens mit angestrengtem Kunstblick unterwegs, vielleicht sind es nur der Regen und die Kälte. Viele laufen hier mit kleinen Koffern herum. Bestimmt sind sie voller Geld, mutmaße ich; bestimmt sind sie voller Kreditkarten, entgegnet Xinjun.

Aussteller:


Inge Mann. Kadel Willborn, Düsseldorf.


Jaume Plensa: White Forest (Duna). 2015. Galerie Lelong.


Helen Frankenthaler: Thanksgiving Day. 1973. Bernard Jacobson Gallery.


Sigmar Polke: The Young Acrobat. 2002.


Bethan Huws: Knowledge and Though. 2009–2016. Galerie Tschudi, Zuoz.


Henry Wessel: Early Night Works. Series, 1968–70. Galerie Thomas Zander.


Anthony McCall: Miniature in Black and White. 1972. Galerie Thomas Zander.


Matt Saunders: Ilsted (Annie) #2. 2015. Borch.


Jungjin Lee. Howard Greenberg Gallery.


Ebd.


Piero Manzoni: Achrome. 1958–60. Tega.


Juan Genovés: Platearium. Detail, 2015. Hopkins, Paris.


Adrian Piper: Everything #2.12a. 2003. Dominique Lévy, New York et al.


John Wood and Paul Harrison: Crowd. 2016. Von Bartha.


Ger van Elk. Grimm, Amsterdam.


Ebd.


Heinz Mack: Untitled. 1959–60. Galerie Thomas, München.


Jean-Michel Basquiat: Year of the Boar. 1983. Van de Weghe Fine Art.


Wang Yancheng: Untitled 1. 2016. Acquavella.


Per Kirkeby: Untitled. 2016. Galerie Sabine Knust.


Steve McQueen: Remember Me. 2016. Marian Goodman Gallery.


Richard Misrach: Wall, Near Los Indios, Texas. 2015. Pace/ MacGill Gallery.


Art Basel: Parcours

Der Outdoor-Happening-Schnitzeljagd-Charakter war etwas zu gewollt, denn dafür war das Ganze zu gut organisiert, zu sehr mit Scharen von Helferlein bestückt, unmöglich, auch nur eine Station zu verpassen. Dennoch war mir dieses Draußen lieber als die Messehallen.


Iván Navarro: Traffic. 2015. Templon.


Daniel Gustav Crámer: Coasts. 2016. Sies and Höke.


Alberto Garutti, The dog shown here. 2009. Buchmann Galerie.


Ebd.


Tracey Rose: False Flag – A Deed in 2 Acts: Mandela Ball #8, MaterPater. 2016. Goodman Gallery.


Bernar Venet: Effondrement:Arcs. 2016. Von Bartha.


Virginia Overton: Untitled (Hi Lux). 2016. White Cube.


Alfredo Jaar: The Gift. 2016. Goodman Gallery u.a.


O.A.


Michael Wang: Figure Fragment from the Basler Münster. Before 1185. Foxy Production.


Ilya and Emilia Kabakov: Toilet on the River. 1996–2016.


Eva Kot'átková: Cutting the Puppeteer's Strings with Paper Teeth (Brief History of Daydreaming and String Control). 2016. Meyer Riegger.


Hans Josephson: Untitled (Half-Figures, Standing and Reclining Figures). 1951–2006. Hauser und Wirth.


Ebd.


Sam Durant: Labyrinth. 2015. Blum and Poe u.a.


Ebd., Detail.


Andrew Dadson: Black Plant Sunset. 2016. Franco Noero u.a.


Lawrence Weiner: Mein Haus ist dein Haus, dein Haus ist mein Haus, wenn du … 2014.
Ziemlich bescheiden – auf mich wirkt es, als würde er seinen Schiss in das Haus eines anderen bzw. ins Hirn der Besucher setzen, nicht wie seine hier umgekehrt beschriebene Fallannahme.

Besser draußen dieses:

Ernst Coghuf: Le chant de l'occident. 1944.


Allan McCollum: The Shapes Project – Shapes Spinoffs. 2005–2016. Thomas Schulte.


Michael Dean: ffff. 2016. Supportico Lopez u.a.


Tabor Robak: Skypad. 2016. Team u.a.


Art Basel: Liste

Nach den etablierten Galerien in den Messehallen und dem Wildwuchs in der Stadt, hier die junge Kunst in Boxen. Gutes Gebäude.




Ben Burgis and Ksenia Pedan: Scripture. 2015.


Liz Craft. Truth and Consequences, Genf.


Estefanía Peñafiel Loaiza: An Air of Welcome. Serie, 2013–15.


Bon appétit! KOW, Berlin.


Erkka Nissinen. Ellen de Bruijne Projects, Amsterdam.


Anna Hulačová: Otto. 2015. Hunt Kastner, Prag.


Anna Hulačová: Monkey. 2014. Hunt Kastner, Prag.



Camille Blatrix. Balice Hertling, Paris.


Joanna Piotrowska: Untitled. 2016. Dawid Radziszewski Gallery.


Adan Vallecillo. 80m2 galeria, Lima.


Rafał Bujnowski. Rastor.


?, Wien.


Yuri Pattison: Dust, Scraper, Fan 1.1 (Logistics, Working Title). 2015–6. Mother's Tankstation, Dublin.


Adelita Husni-Bey: White Paper – The Land. 2014.


Doa Aly: Until the Great World Speaks of Nothing Else.


Muzlon de Azambuja.


Ernesto Sartori: Rythmique ambiante. 2014. Marcelle Alix, Paris.


Gerda Scheepers: Sitting White. 2016.


Shana Moulton.


Edgardo Aragón: Verde militar. Serie, 2014–5. Mor Charpentier.


Enzo Mianes: Objet tranché (Gaz Bottle). 2016.


Li Ming: Me/We. Antenna Space.


Ebd.


Riccardo Beretta: Tre Crocifissi. 2016.


Steve Bishop: Chutchie (Small Business Loan). 2016. Carlos and Ishikawa.


Kris Lemsalu: Genetic Misunderstanding. 2016.


Tobias Kaspar: Glacial. 2016.


Camilla Wills: New-Born on a Tram. 2016. Gaudel de Stampa, Paris.


Dr. Kuckucks Labrador. Kaskadenkondensator, Basel.


Nicola Gobbetto: Dionisio. 2016. Galleria Fonti Napoli.


Giulia Piscitelli: Pietà di Giotto. 2016. Galleria Fonti Napoli.


Brendan Fowler: Flannery. 2016. Mathew Gallery, Berlin.


Nathan Zeidman. High Art, Paris.


Luca Dellaverson: Untitled. 2015.


You Can Hammer Yourself. 2011.


Photographer – Bodybuilder. 2014.


Kaya. Deborah Schamoni, München.


Yuji Agematsu: Zip. 2012. Real Fine Arts, New York.





Valery Heussler: Der Auftrag – Brot teilen. 2000.


Und sonst so in Basel?



















Die Luft ist so frisch, so rein. Man möchte aus all diesen Springbrunnen hier trinken.








Den hier habe ich allerdings aus Zürich herübergestohlen.

Und noch eine kleine Anekdote:



Katharina erzählte, dass es in der Schweiz Ende letzten Jahres eine öffentliche Aufforderung zur Flüchtlingshilfe gab. Sie schrieb gleich eine Mail mit ihrer Bereitschaft an die gegebene Adresse und erhielt monatelang keine Rückmeldung. Dann, endlich: Man hätte für sie einen italienischen Jungen gefunden, der Nachhilfe bräuchte.


Siehe im Zuge dieses Beitrags auch 关于这个话题也看: Kunstsommer 2016: Überblick ∣ 2016年艺术之夏:概述

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